Jahrelange Solidität zahlt sich aus

Schröder: "Wir sind in der Lage, Nein sagen zu können"

Schröder sieht Mainz in einer guten Ausgangslage auf dem Transfermarkt. Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images
Schröder sieht Mainz in einer guten Ausgangslage auf dem Transfermarkt. Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Der FSV Mainz 05 hat sich auf dem Transfermarkt bisher zurückgehalten. Mit Dimitri Lavalee und Luca Kilian kamen zwei neue Innenverteidiger, ansonsten ist das Aufgebot weitgehend dasjenige, mit dem die Rheinhessen die Saison beendet haben. Rouven Schröder erklärt, warum das so bleiben könnte.

"Wenn der Transfermarkt nicht ins Rollen kommt, kann es durchaus sein, dass sich im Kader wenig bewegt. Damit würden wir uns aber auch wohlfühlen", so der Sportchef gegenüber Sport Bild. Immerhin hieße dies, dass die begehrten Profis den Nullfünfern noch wenigstens ein Jahr erhalten bleiben. Konkret stehen wohl vor allem Moussa Niakhate Jean-Philippe Mateta bei anderen Klubs auf dem Zettel. Anhören würde sich Schröder Angebot schon, aber mehr würde daraus nur, wenn die wirtschaftlichen Parameter stimmen und Mainz geeignete Nachfolger finden könnte.

Nötigenfalls ins letzte Vertragsjahr

"Aber wir sind in der Lage, Nein sagen zu können", so Schröder bestimmt. Dies gehe so weit, dass der Klub nötigenfalls auch mit Spielern in die Saison gehen will, die an ihrem Ende ablösefrei wechseln könnten. Der Fall ist dies nach aktuellem Stand unter anderem bei Torjäger Robin Quaison und Kapitän Danny Latza. Schröder rechnet dabei damit, dass bei den Profis mitunter gar kein großer Wunsch auf eine Veränderung besteht. Immerhin biete ein gültiger Vertrag wichtige Sicherheiten.

"Nicht auf Teufel komm raus"

"Und auch nach Oktober kann man noch Verträge verlängern", so Schröder. "Wichtig ist, dass die Jungs in unserem Kader Interesse wecken, auch wenn sie aus einer holprigen Saison kommen." Die Fähigkeit, diese Profis dann trotzdem zu halten, sofern die eigenen Bedingungen nicht erfüllt sind, hat sich Mainz durch jahrelanges grundsolides Wirtschaften erarbeitet. "Wir werden nicht auf Teufel komm raus irgendein Angebot annehmen und Spieler unter Wert abgeben", verspricht Schröder.

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Lars Pollmann  
12.08.2020