Nach Schalke-Abschied

Medien: Schröder vor Engagement bei RB Leipzig?

Schröder hat überraschend auf Schalke aufgehört. Foto: Getty Images
Schröder hat überraschend auf Schalke aufgehört. Foto: Getty Images

Aus heiterem Himmel hat Rouven Schröder am Mittwoch seinen Rücktritt vom Amt des Sportdirektoren beim FC Schalke 04 erklärt. Den Paukenschlag gab es, nachdem der 47-Jährige den Vorstand gebeten hatte, ihn "aus persönlichen Gründen vor Ablauf des Vertrags" zu verabschieden, wie der Aufsteiger informierte

Über konkretere Hintergründe gibt es bislang lediglich Spekulationen. Es heißt beispielsweise, die Trainersuche nach dem Aus von Frank Kramer habe Schröder ausgelaugt, weil es intern zu Reibungen zwischen den sportlich Verantwortlichen und dem Aufsichtsrat gekommen sein soll. Auch der Faktor Stress nach der Mammutaufgabe, S04 infolge des Abstiegs wieder in die Bundesliga zu führen, soll zum plötzlichen Abschied von Schröder beigetragen haben. Allerdings wird man den Manager womöglich schon recht bald wieder auf einem Bundesliga-Posten sehen.

Sportdirektor unter Eberl?

Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist Schröder ein Kandidat, bei RB Leipzig das Kompetenzteam unter dem neuen Sportgeschäftsführer Max Eberl zu erweitern. Demnach wäre beim DFB-Pokalsieger ebenfalls der Posten des Sportdirektoren für Schröder vorgesehen, und das schon ab Januar. Er und Eberl gelten dem Boulevardblatt zufolge als gute Freunde, zudem ist kein Geheimnis, dass Leipzig und auch RB Salzburg in der Vergangenheit schon Interesse an Schröder gezeigt haben.

Schalke könnte Ablöse kassieren

Einfach so kann er allerdings in Leipzig nicht anheuern, wenn Schröder nicht ohnehin länger pausieren will. Denn sein Vertrag auf Schalke ruht aktuell, läuft aber noch bis 2024. Der Klub kann für den ausgeschiedenen Manager also eine Ablöse fordern, so wie es zuletzt schon beim Wechsel von Eberl von Borussia Mönchengladbach zu den Sachsen geschehen ist. Bei den Fohlen hatte sich der baldige RB-Boss noch gegen eine Zusammenarbeit mit Schröder entschieden, was er im Nachgang als Fehler betrachtet. Zudem hatte Eberl ihn als seinen Nachfolger vorgeschlagen, jedoch erteilte Schalke dem Bericht zufolge keine Freigabe. Beim nächsten Anlauf könnte es klappen: S04 würde eine Ablöse für Schröder angesichts knapper Kassen wohl kaum ablehnen.

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Lars Pollmann  
27.10.2022