Sportvorstand bezieht Stellung

Schröder über Vorfälle in Mainz: "Da kann man nicht von Normalität sprechen"

Schröder versucht für Schadensbegrenzung zu sorgen.
Schröder versucht für Schadensbegrenzung zu sorgen. Foto: Getty

Bei Bundesliga-Klub Mainz 05 brodelt es intern gewaltig. Nach der Degradierung von Stürmer Adam Szalai trat das komplette Team zuletzt in Trainingsstreik. Die Verantwortlichen versuchen weiterhin für Schadensbegrenzung zu sorgen.

Im Vorfeld der Bundesliga-Partie gegen den VfB Stuttgart sprach am Samstag mit Rouven Schröder der Sportvorstand von Mainz 05 über die chaotischen Vorkommnisse der vergangenen Tage.

"Kommunikation zur Mannschaft hätte anders sein müssen"

"Das hat uns alle berührt, was in dieser Woche vorgefallen ist. Da kann man auch nicht von Normalität sprechen. Die Gesamtlage in Mainz ist bedenklich, das wissen wir auch. Das ist auch ein Zeichen für uns, in die Analyse zu gehen, denn so kann man nicht zur Tagesordnung übergehen", sagte Schröder vor Anpfiff im Interview mit Sky und erklärte, wie der Verein damit umzugehen versucht: „Kommunikation ist ein ganz großes Thema, sonst kommt es ja nicht dazu. Es ist so, dass wir bei Adam Szalai eine sportliche Entscheidung getroffen haben und dazu möchten wir auch weiter gar nichts sagen, auch aus Respekt dem Spieler gegenüber. Die Kommunikation zur Mannschaft hätte anders sein müssen, es hat sich zugespitzt und die Eskalationsstufe ist eingetreten und trotzdem ist das eine Sache, mit der wir umgehen müssen. Wir sind es dem Verein schuldig, die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

"Haben Dinge nicht angesprochen, wir hätten sie ansprechen müssen"

In der Causa um die Freistellung des Angreifers gestand der 44-Jährige Fehler: "Auch das können wir auf die Kommunikation zurückführen.  Ich glaube, dass wir auch da viele Fehler vom Ursprung her gemacht haben. Wir haben Dinge nicht angesprochen, wir hätten sie ansprechen müssen, sonst wäre es nicht zu diesem Punkt gekommen."

Schröder machte indes in Bezug auf Verhältnis von Spielern zu Trainer klar: "Die Mannschaft hat immer Solidarität gezeigt und dass man zusammensteht, das ist ganz wichtig. Es ist klar, dass der Verein keinen guten Schritt gewählt hat und das ist bekannt. Die Aktion war solidarisch, aber nicht gut für den Verein. Es ist ganz wichtig, dass wir in die Analyse gehen und da wird es auch um den Trainer gehen. Aber auch wir alle sind gefragt. Die Jungs sind sich bewusst, was heute auf dem Spiel steht."

Beierlorzer schließt Szalai-Rückkehr aus

Szalais Berater kämpft dafür, dass der 32-Jährige nächste Woche wieder mit den Profis trainieren darf. Mainz-Cheftrainer Achim Beierlorzer schloß dies gegenüber Sky aber aus. "Nein", das wird nicht passieren, teilte der Coach mit.

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Adrian Kuehnel  
26.09.2020