Das Gefühl entscheidet

S04-Vorstandschef Schröder: Darum ist auf dem Transfermarkt Geduld gefragt

Schalke muss sich auf dem Transfermarkt in Geduld üben. Foto: Getty Images.
Schalke muss sich auf dem Transfermarkt in Geduld üben. Foto: Getty Images.

Der FC Schalke 04 ist darum bemüht, die zahlreichen Baustellen sukzessive zu schließen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Schröder dauern manche Transfers jedoch länger, weil die Verantwortlichen nicht nur nach sportlichen und finanziellen Kriterien entscheiden. 

Hinter dem FC Schalke 04 liegt eine ereignisreiche Woche, in der nach Cheftrainer Frank Kramer auch die Neuzugänge Tobias Mohr, Florent Mollet, Tom Krauß und Justin Heekeren vorgestellt wurden. Die Planungen für die kommende Saison sind allerdings noch nicht abgeschlossen, weitere Transfers - darunter auch Verkäufe von Spielern wie Ozan Kabak und Amine Harit - sind zu erwarten.

Schröder: Neuzugänge müssen zum Klub passen

Auch der eine oder andere Neuzugang dürfte in den kommenden Wochen präsentiert werden. Wie Vorstandschef Bernd Schröder im Interview mit der WAZ erläuterte, ist dabei jedoch Geduld erforderlich: "Wir haben nicht immer brilliert, aber wir haben gewonnen, weil die Moral stimmte. Deshalb dauert auch der eine oder andere Transfer etwas länger. Wir haben auf manche Spieler verzichtet, weil sie nicht zu Schalke passen würden." 

"Die Welt ist nicht großartig anders geworden"

Darüber hinaus sei keinesfalls zu erwarten, dass Königsblau nach dem Aufstieg an die erfolgreiche Vergangenheit anknüpfen werde: "Unsere Aufgabe wird es bei der Mitgliederversammlung sein, noch einmal ganz klar zu machen: Nur weil wir jetzt aufgestiegen sind und alle zusammen eine wirklich tolle Zeit erlebt haben, ist die Welt für uns nicht großartig anders geworden. Die Perspektive ist ein bisschen besser geworden, aber wir haben weiterhin den Berg an Verbindlichkeiten, weiterhin die Altlasten", sagte Schröder. Sinnbildlich dafür stehe der verpasste Transfer von Ko Itakura, dessen Kaufoption zu hoch ausfiel: "Wir haben alle Szenarien durchgespielt in der Hoffnung, dass wir uns den Verbleib dieses Spielers vielleicht doch hätten leisten können. Aber am Ende mussten wir festhalten: Im Moment geht es nicht."

Florian Bajus  
11.06.2022