Dynamo Dresden

Scholz erklärt: Geisterspiele erst Nach-, dann Vorteil

Scholz stieg im Sommer mit Dynamo aus der 3. Liga auf. Foto: Getty Images
Scholz stieg im Sommer mit Dynamo aus der 3. Liga auf. Foto: Getty Images

Wegen galoppierender Inzidenzzahlen und einer vergleichsweise niedrigen Impfquote haben Geisterspiele im Freistaat Sachsen wieder Einzug gehalten. Unter anderem muss Dynamo Dresden so ohne seinen Anhang auskommen. Heiko Scholz erklärt die Auswirkungen.

"Die Gegner kommen mit Angst und Respekt nach Dresden, wenn sie wissen, da sind 30 000 Fans, die Rabatz machen. Diesmal sind wir im Nachteil, die Fans fehlen uns total", sagt der Co-Trainer gegenüber Tag24 vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Sonntag. Allerdings sei es eine Woche später ein Vorteil, im sächsischen Derby bei Erzgebirge Aue nicht auf die Fans der Veilchen zu treffen.

"Das geht nur über die Einstellung"

"Unter normalen Voraussetzungen wäre das auch ein extremer Hexenkessel. Ohne Zuschauer ist es von der Atmosphäre her im Grunde wie ein Testspiel, bei dem es um Punkte geht. Das geht nur über die Einstellung", so Scholz. Der ehemalige Dynamo-Profi glaubt, dass die Schwarzgelben in dieser Hinsicht punkten können. Schließlich sei schon der Aufstieg vor allem dank einer riesigen Willensleistung der Mannschaft erfolgt.

"Brauchen bis Weihnachten noch ein paar Zähler"

Aktuell erkennt der Co-Trainer von Alexander Schmidt eine "Ergebniskrise" bei Dynamo. Von den letzten elf Spielen gingen bei zwei Siegen neun verloren. Scholz wünscht sich mal wieder einen "richtig dreckigen Sieg", um den Trend umzustoßen. "Wir brauchen bis Weihnachten noch ein paar Zähler, um das Fest ruhig feiern zu können", betont der 55-Jährige. Aktuell weist Dynamo zwei Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf, zehrt dabei vom guten Saisonstart mit zehn Punkten aus vier Spielen.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
03.12.2021