Paris ein anderes Kaliber für FC Bayern

Scholl warnt: Neymar, Mbappe und di Maria "muss man erstmal kontrollieren können"

Mehmet Scholl mit ernstem Blick. Der ehemalige Münchner verfolgt den FC Bayern haargenau.
Mehmet Scholl mit ernstem Blick. Der ehemalige Münchner verfolgt den FC Bayern haargenau. (Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Mehmet Scholl ist dafür bekannt, nicht nur durch die rosa-rote Brille zu blicken, sondern auch kritisch zu sein. Besonders vor dem Champions League-Finale zwischen seinem Ex-Verein FC Bayern München und Paris Saint-Germain mahnt der 49-Jährige vor zu viel Euphorie der Deutschen.

Mit einem 3:0-Erfolg über Olympique Lyon ist der FC Bayern München ins Finale der Königsklasse eingezogen. Doch die Spielweise des Rekordmeisters hat den ehemaligen Spieler Scholl anscheinend nicht so überzeugt. "Viele werden sagen: Vielleicht haben sie fahrlässig gespielt", sagte er gegenüber der Bild und erklärte aus Sicht der Münchner weiter. "Nein, es war nicht fahrlässig, sondern sie hatten es mit einem Gegner zu tun, wo der Schlüssel nicht hundertprozentig gepasst hat." Dennoch rät Scholl seinem Ex-Klub, weiter an der eigenen Strategie festzuhalten. "Das Spiel, das so erfolgreich ist und einmal nicht zu 100 Prozent überzeugt hat, jetzt über den Haufen zu werfen, wäre aber völlig verkehrt und das werden sie auch nicht machen."

PSG-Offensive schwer zu kontrollieren

Wichtig wird vor allem sein, sich auf die gegnerische Offensive einzustellen, die aus den Stars wie Neymar, Kylian Mbappe und Angel di Maria besteht. "Das sind schon drei Kaliber vorn, die muss man erstmal kontrollieren können", zeigte sich Scholl beeindruckt. Neymar beschrieb er als "fußballerisch herausragend", "wahnsinnig schnell" und "giftig". Über Mbappe sagte Scholl erstaunt: "Der Junge ist richtig explodiert in den letzten Jahren." Und auch PSG-Trainer Thomas Tuchel zollte der Ex-Nationalspieler Respekt. Wenn man im Finale der Champions League stehe, müsse man schon "etwas ganz Besonderes haben", so Scholl. Am Ende geht aber auch er davon aus, dass der FC Bayern München sein Spiel "durchdrücken" werde. "Ich nehme an, sie werden sich das nicht nehmen lassen."

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Tom Jacob  
20.08.2020