BVB gegen den Ex-Coach

Schnelles Wiedersehen: "Spielt nicht Rose gegen Terzic"

Rose trifft zum Debüt auf seinen vorherigen Arbeitgeber. Foto: Getty Images
Rose trifft zum Debüt auf seinen vorherigen Arbeitgeber. Foto: Getty Images

Wie allenthalben erwartet hat RB Leipzig am Donnerstag Marco Rose als Nachfolger für den erst Tags zuvor beurlaubten Domenico Tedesco präsentiert. Wie das Schicksal es so will, bestreitet der neue Chefcoach sein Debüt ausgerechnet gegen den vorherigen Arbeitgeber Borussia Dortmund von Edin Terzic, der Vorgänger und Kollege von Rose war und ihm im Sommer auf dem Trainerposten folgte.

"Ich freue mich, dass Marco zurück in der Bundesliga ist und einen neuen Job gefunden hat. Dass wir uns so schnell wiedersehen, damit hätten wir wahrscheinlich beide nicht gerechnet", erklärt Terzic am Donnerstag in der Spieltagspressekonferenz des BVB. Rose hatte im Mai überraschend seinen Hut nehmen müssen, als die Entscheidungsträger der Schwarzgelben ihm in einer Saisonanalyse nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen aussprechen konnten. In Dortmund dauerte es anschließend nur unwesentlich länger, bis Terzic den Posten übernahm, als es nun in Leipzig der Fall war.

"Herausragender Trainer, toller Typ"

Die Konstellation mit dem Technischen Direktor, der zuvor Erfolgstrainer war und immer als potenzieller Ersatz gehandelt wurde, barg ein gewisses Konfliktpotenzial. Allerdings betont Terzic die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit Rose. "Wir haben uns von Tag eins richtig gut verstanden. Ich sollte Marco ja erst assistieren als Co-Trainer, deshalb waren wir sofort im Austausch. Ich habe ihn nicht nur als herausragenden Trainer kennengelernt, sondern auch als tollen Typen", so der Übungsleiter des BVB. Dass nun beide Coachs viel voneinander wissen, sei für das Bundesligaspiel am Samstag nicht unbedingt ein großer Faktor.

"Wir stehen nicht auf dem Platz"

"Wir stehen nicht auf dem Platz, es spielt nicht Marco Rose gegen Edin Terzic. Sondern RB Leipzig gegen Borussia Dortmund, und er wird dafür sorgen, dass es nicht leicht wird für uns." Allerdings übernimmt Rose logischerweise kein RB-Team auf dem Leistungszenit, sondern eine womöglich verunsicherte Mannschaft, die zuletzt gegen Eintracht Frankfurt und Shakhtar Donetsk bei 1:8 Toren krachende Niederlagen kassiert hat. Der BVB hingegen nimmt viel Selbstvertrauen aus dem Champions-League-Auftakt gegen den FC Kopenhagen (3:0).

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Lars Pollmann  
08.09.2022