Schalke seit 19 Spielen sieglos

Schneiders kleine Brötchen: "Gegen Union Paroli bieten können"

Schneider bürdet Baum keine hohen Erwartungen auf. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Schneider bürdet Baum keine hohen Erwartungen auf. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Die Talfahrt des FC Schalke 04 hält auch nach dem dritten Spieltag der Bundesliga-Saison an. Unter Neu-Trainer Manuel Baum setzte es ein 0:4 bei RB Leipzig. Jochen Schneider backt mit seinen öffentlichen Aussagen kleinstmögliche Brötchen.

Der eigentlich so stolze Traditionsklub Schalke müsse in die Lage kommen, "im nächsten spiel gegen Union Berlin Paroli bieten zu können", so der Sportchef am Sonntag gegenüber dem TV-Sender Sky. "Es geht für uns darum, wettbewerbsfähig zu werden, in den spielen Punkte holen zu können", sagt Schneider. Die Mannschaft leide unter einer mentalen Blockade, ausgelöst von nicht weniger als 19 Bundesligaspielen am Stück ohne einen Dreier.

"Gegner in unserer Situation zu stark"

Am Samstagabend konnte Baum dem S04 dabei noch keinen neuen Schwung vermitteln. Womöglich wäre das auch zuviel verlangt von einem Trainer, der erst unter der Woche anheuerte. "Der Gegner war in unserer Situation zu stark, das ist schade, aber leider die Realität", so Schneider. 30 Minuten sei es gelungen, "ordentlich zu verteidigen". Nach dem Führungstreffer der Hausherren verließ Schalke aber der Mut und jegliches Körnchen an Vertrauen in die eigene Stärke.

"Wer aus dem Rathaus kommt ..."

Dennoch sei es der richtige Schritt gewesen, Baum nicht erst nach der Partie zu verpflichten, wehrt sich Schneider gegen Kritik von Lothar Matthäus. "Er hat vier Tage Zeit gehabt, die Mannschaft kennenzulernen. Wir haben jetzt Länderspielpause, viele Nationalspieler sind weg", erklärt der Sportchef. Auch wenn eine Niederlage in Leipzig für den FC Schalke 04 womöglich vorprogrammiert war, habe Baum so wichtige Erkenntnisse sammeln können. "Wer aus dem Rathaus kommt, ist immer schlauer", entgegnet Schneider Matthäus.

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Lars Pollmann  
04.10.2020