"Weiß, was er vorhat"

Schneider erklärt: Rangnick war kein Kandidat auf Schalke

Rangnick kehrt nicht für eine dritte Amtszeit zurück zum S04. Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images
Rangnick kehrt nicht für eine dritte Amtszeit zurück zum S04. Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Für einen kurzen Moment am Sonntag vor einer Woche keimte bei Fans des FC Schalke 04 die Hoffnung auf eine Rückkehr von Ralf Rangnick auf. Der vereinslose Fußballlehrer bot sich beim TV-Sender Sky geradezu selbst an. Doch ein echter Kandidat war er nie, wie Jochen Schneider erklärt.

Die Aussagen von Rangnick hätten ihn sehr verwundert, teilt der Sportchef gegenüber dem Pay-TV-Kanal mit, "weil ich 24 Stunden vor der Sendung mit ihm telefoniert habe." Die Vermutung des früheren Mitarbeiters von Rangnick lautet, der 62-Jährige habe sich "aus Respekt vor seinem Ex-Verein" derart geäußert. Schließlich korrigierte er sich nur einen Tag später und nahm sich selbst aus der Diskussion um den Trainerposten auf Schalke.

"Weiß, was er vorhat"

"Ich kenne ihn seit 25 Jahren", sagt Schneider, der schon beim VfB Stuttgart mit Rangnick arbeitete. "Ich weiß, wie er tickt und was er vorhat, das war keine ernsthafte Alternative." Nicht zuletzt passen die großen Ambitionen von Rangnick wohl nicht mit dem schmalen Geldbeutel zusammen, den Schneider auf Schalke zu veranworten hat. Stattdessen kam mit Manuel Baum eine eher 'kleine' Lösung als Nachfolger von David Wagner.

"Hoffnung und großer Glaube"

"Was diese Mannschaft braucht ist Struktur, Halt und Ordnung. Wir sind überzeugt dass Manuel Baum ihr dies geben kann", erklärt Schneider. Der 41-Jährige habe beim FC Augsburg bewiesen, dass er ein Team binnen kurzer Zeit "in die Spur bringen" könne. "Es ist unsere Hoffnung und der große Glaube, dass es ihm mit seiner Expertise bei uns auch gelingen wird", so Schneider. Das Debüt am Samstagabend ging allerdings bei RB Leipzig mit 0:4 in die Hose. Freilich hatte Baum auch nur wenige Trainingseinheiten mit der neuen Mannschaft.

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Lars Pollmann  
04.10.2020