Star ging nach Turin

Schneider begründet McKennie-Abgang: "Ein Kompromiss"

Weston McKennie stand auf Anhieb zweimal in der Startelf von Juventus Turin.
Weston McKennie stand auf Anhieb zweimal in der Startelf von Juventus Turin. Foto: Getty Images

Der FC Schalke 04 hat mit Weston McKennie vor der Saison einen Leistungsträger an Juventus Turin abgegeben. Sportvorstand Jochen Schneider erklärt den Verkauf des Mittelfeldspielers.

Der FC Schalke 04 musste Weston McKennie vor der Saison zu Juventus Turin ziehen lassen. "Es war ein Kompromiss, ganz eindeutig", sagte Jochen Schneider im kicker. Der Sportvorstand nannte zwei Gründe: "Einem derartigen Transfer hätten wir niemals zugestimmt, wären wir nicht sportlich so eingebrochen wie in der Rückrunde. Den finalen Ausschlag haben aber die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Konsequenzen gegeben."

Schneider begründet McKennie-Abgang

Schneider klagte "Es tut weh, dass wir dadurch so weit zurückgeworfen wurden. Aber wir müssen nun unserer Verantwortung gegenüber dem Verein Rechnung tragen." Einen Spieler dieser Güteklasse konnten die Gelsenkirchener deshalb nicht halten: Und dazu gehört ein Transfer wie der von McKennie zu Juventus - einem Klub, der aufgrund seiner Strahlkraft alle anderen Optionen sofort aus dem Rennen geworfen hat."

Das sagt Schneider zur Kaufpflicht

Juventus handelte eine Leihe mit Kaufverpflichtung aus: "Leihgeschäfte wie diese sind in Italien gang und gäbe. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Juve ihn im kommenden Sommer verpflichten muss, ist ausgesprochen hoch." Schneider wünscht sich bis dahin eine andere Lage der Dinge: "Wir alle hoffen, dass dann die Gesamtsituation, vor allem was die Pandemie betrifft, eine andere ist. Das wäre extrem wichtig, damit wir auf unseren ursprünglichen Weg zurückkommen, eine Mannschaft mit jungen und hochtalentierten Spielern aufzubauen."

Florian Bolker  
12.10.2020