WM-Pläne

"Schnapsidee": Völler attackiert FIFA und Wenger

Völler kann den FIFA-Plänen nichts abgewinnen. Foto: Imago
Völler kann den FIFA-Plänen nichts abgewinnen. Foto: Imago

Das große Thema der Länderspielpause war die FIFA-Idee, die Weltmeisterschaft künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus auszutragen. Als ihr größter Verfechter gilt Arsene Wenger, der als Direktor für globale Fußballförderung zuletzt eine wahre Medienoffensive startete. Bei Rudi Völler stieß er auf taube Ohren.

"Das ist eine Schnapsidee von der FIFA und Arsene Wenger. Wenger schätze ich für seine Lebensleistung, aber er ist jetzt in einer Funktion, wo man das Gefühl hat, man muss was erfinden, um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen", wettert der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen gegenüber Bild Live. Der frühere Bundestrainer Völler ist sicher, dass Wenger über die eigenen Pläne ganz anders denken würde, wäre der 71-Jährige noch bei einem Verein aktiv.

"Wäre eine Zerstörung der Fußballs"

"Wenn er heute noch Trainer wäre, würde er jeden für verrückt erklären, der eine solche Idee vorbringt", sagt Völler deutlich. Der scheidende Bayer-Boss setzt die größte Hoffnung auf eine Verhinderung des neuen WM-Rhythmus in die UEFA. "Das Wichtigste ist, dass die UEFA standhaft bleibt. Dafür ist dieser Verband zu wichtig. Ohne die UEFA geht nichts", ist Völler überzeugt. Mut mache ihm dabei, dass Präsident Aleksander Ceferin schon bei der Frage der Super League Standhaftigkeit bewiesen habe. "Das wäre eine Zerstörung der Fußballs gewesen. Und so wäre es auch mit dieser WM."

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Lars Pollmann  
12.09.2021