Chefcoach kassiert 1,8 Millionen Euro

Schnäppchen-Trainer Pirlo: Nur drei Profis verdienen weniger

Pirlo kassiert einen Bruchteil des Gehalts so manches seiner Spieler. Foto: Paolo Bruno/Getty Images
Pirlo kassiert einen Bruchteil des Gehalts so manches seiner Spieler. Foto: Paolo Bruno/Getty Images

Andrea Pirlo hat im Sommer in einer ziemlichen Nacht- und Nebelaktion den Trainerposten von Juventus Turin übernommen. Der einstige Mittelfeld-Virtuose sollte eigentlich die Zweitvertretung leiten und so Erfahrung sammeln. Für den Abonnement-Meister der Serie A ist es zumindest wirtschaftlich ein lohnendes Geschäft.

Wie die Sportzeitung Gazzetta dello Sport berichtet, verdient der neue Chefcoach der Alten Dame in seiner ersten Saison auf der Bank 1,8 Millionen Euro zuzüglich erfolgsabhängiger Bonuszahlungen. Damit liegt Pirlo nicht nur meilenweit hinter dem teuersten Serie-A-Coach, Antonio Conte, der bei Inter Mailand satte zwölf Millionen Euro kassieren soll. Sondern er kommt Juve auch deutlich günstiger zu stehen als Vorgänger Maurizio Sarri, der in seiner einzigen Saison als Cheftrainer fünfeinhalb Millionen Euro verdient habe.

Ronaldo verdient 17-mal so viel wie sein Trainer

Tatsächlich gehört Pirlo nicht nur unter den Trainern in Italiens höchster Spielklasse zu den 'Geringverdienern'. Auch bei Juventus selbst würden viele Angestellte für sein Salär nicht zur Arbeit erscheinen. Nur drei Spieler sollen laut Medienberichten geringere Bezüge einstreichen als Pirlo. Dabei handele es sich um Verteidiger Merih Demiral, Ersatzkeeper Carlo Pinsoglio und einen langjährigen Mitstreiter von Pirlo in der Nationalmannschaft Italiens und bei Juventus: Klubikone Gianluigi Buffon. Topverdiener in der Serie A und bei der Alten Dame ist übrigens, wie könnte es anders sein, Cristiano Ronaldo. Für die 31 Millionen Euro, die Juventus ihm per annum überweist, könnte sich der Klub mit dem Abo auf den Scudetto 17 Pirlos leisten.

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Lars Pollmann  
11.10.2020