Endspurt unter schweren Vorzeichen

Schmidt wehrt sich: Hertha "kein Chaos-Club"

Symbolbild: Hertha muss in Quarantäne. Foto: Imago
Symbolbild: Hertha muss in Quarantäne. Foto: Imago

Hertha BSC hatte zunächst gehofft, trotz dreier positiver Corona-Fälle weiter im Spielbetrieb bleiben zu können. Weitere Testungen zwangen das Team aber für 14 Tage in Quarantäne. Drei Spiele fallen so vorerst aus, im Abstiegskampf steht der Alten Dame nun ein besonders heißer Endspurt bevor. Carsten Schmidt zeigt sich kämpferisch.

Der Vorstandsvorsitzende lässt sich beispielsweise nicht gefallen, wenn auch nur die Andeutung entsteht, der Klub habe bei der Vorbeugung gegen Infektionen zu lasch agiert. "Wir sind kein Chaos-Club, wie es heißt. Wir haben das DFL-Konzept übererfüllt", so der 57-Jährige im Sport1-'Doppelpass'. Infektionsrisiken seien nicht gänzlich zu vermeiden, solange in der Bundesrepublik kein vollständiger Lockdown herrscht, so Schmidt.

"Ich spüre eine gewisse Wut"

Bisher war die Bundesliga aber ohne Spielabsagen durch die Saison gekommen, während es in der 2. Liga nur so davon gehagelt hat. An beiden Stellen herrscht nun die rege Diskussion, ob der Wettbewerb noch fair und unverzerrt vonstatten gehen kann. Schmidt will aber nichts davon wissen, dass Hertha mit ihrem Schicksal hadere. "Ich spüre eine gewisse Wut, dass uns in diesem Jahr nicht viel gelingen will", sagt er ganz im Gegenteil.

"Wir können mit viel Rotation in die Spiele gehen"

Auch der Endspurt mit sechs Partien, für die nach aktuellem Stand nur 22 Tage zur Verfügung stehen, macht Schmidt keine großen Sorgen. "Wir haben eine breiten Kader und kaum Verletzte. Wir können mit viel Rotation in die Spiele gehen und haben eine qualitativ gut besetzte Kaderstruktur", zählt er auf. Es bleibt ein Nachteil für Hertha BSC, zumal die Konkurrenz mit guten Ergebnissen auch eine neue mentale Drucksituation auf die Alte Dame aufbauen könnte.

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Lars Pollmann  
18.04.2021