Dynamo Dresden

Schmidt: "Umdrehen, ob es wirklich nur 1000 Fans sind"

Dynamo holte gegen den HSV vor Mini-Kulisse einen wertvollen Zähler. Foto: Getty Images
Dynamo holte gegen den HSV vor Mini-Kulisse einen wertvollen Zähler. Foto: Getty Images

Dynamo Dresden hat dem Hamburger SV am Freitag im ersten Pflichtspiel des Jahres 2022 einen Punkt abgeknöpft. Mit dem Remis gegen den Aufstiegsaspiranten festigten die Sachsen ihren Platz im gesicherten Tabellen-Mittelfeld. Die Mannschaft von Alexander Schmidt konnte sich dabei auch auf die wenigen zugelassen Zuschauer stützen.

Nur 1000 Fans durfte Dynamo gegen den HSV Einlass gewähren, das Publikum machte aber umso mehr Alarm. "Ich war überrascht und musste mich mal umdrehen, ob es wirklich nur 1000 sind", zitiert das Portal Tag 24 den Chefcoach. Dresden hatte sein letztes Heimspiel 2021 gegen Karlsruher SC als vollständiges Geisterspiel absolvieren müssen, deshalb war schon die geringe Auslastung gegen Hamburg ein Fortschritt.

"Von der Logik her ist es nicht zu verstehen"

Von einer nennenswerten Besetzung des Rudolf-Harbig-Stadions kann aber freilich noch keine Rede sein. Schmidt findet es schwer nachvollziehbar. "Natürlich würden wir uns wünschen, dass wir wieder mehr Zuschauer haben. Von der Logik her ist es nicht zu verstehen, dass ein paar Kilometer weiter, bloß weil es ein anderes Bundesland ist, ein paar tausend Zuschauer mehr kommen dürfen", sagt der 53-Jährige. Im benachbarten Sachsen-Anhalt dürfen Klubs 50 Prozent des Stadions füllen, es gilt eine Obergrenze von 15 000 Zuschauern. Über den typisch deutschen Flickenteppich bei der Zuschauerfrage ärgern sich bei weitem nicht nur die Verantwortlichen von Dynamo Dresden.

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Lars Pollmann  
18.01.2022