Wolfsburg-Boss vor DFL-Gipfel

Schmadtke: "Sehr ungünstiger Zeitpunkt für die Diskussion" um Fan-Rückkehr

Volle Tribünen hält Schmadtke wohl für schwer vorstellbar. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Volle Tribünen hält Schmadtke wohl für schwer vorstellbar. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Die 36 Mitgliedsvereine der DFL sollen am Dienstag in einer Videokonferenz darüber befinden, wie in den ersten Wochen der neuen Spielzeit Zuschauer in die Stadien der 1. und 2. Bundesliga zurückkehren könnten. Dabei machten zuletzt wiederholt Wasserstandsmeldungen einzelner Klubs die Runde. Jörg Schmadtke tritt entschieden auf die Bremse.

"Wenn man sich die RKI-Meldungen anhört und sich im benachbarten Ausland umschaut, dann entsteht der Eindruck, dass diese Diskussion zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt aufgemacht wird", so der Sportchef der Wölfe gegenüber dem Portal Sportbuzzer. Das Robert Koch-Institut hatte am Dienstag besorgniserregende Infektionszahlen bekannt gegeben. Die Gefahr einer zweiten Corona-Welle wächst täglich. Mitunter ist sämtliche Diskussion über die Rückkehr von Tausenden Fans in Bundesliga-Stadien also obsolet, seien die Gesundheitskonzepte der DFL und Klubs auch noch so gut.

"Gewehr bei Fuß" - "Befremdlich"

Schmadtke stört sich aber auch an der Kommunikation in dieser Thematik. "Ich bin kein Freund davon, Argumente vorzeitig in der Öffentlichkeit zu diskutieren", so der frühere Torhüter. Dies geht nicht nur an die Adresse vereinzelter Amtskollegen innerhalb der Bundesliga. Der Wolfsburg-Boss kritisiert auch Fan-Zusammenschlüsse, die "sofort Gewehr bei Fuß stehen mit Meinungen und Forderungen". Dass dies schon passiert, ehe überhaupt konkrete Entscheidungen ergehen, findet er "befremdlich und vom Umgang her nicht gut".

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Lars Pollmann  
31.07.2020