1 Punkt aus 3 Spielen

Schlechtester Liga-Start seiner Karriere: Ist Gladbach Hütters größte Herausforderung?

Adi Hütter rümpft die Nase: Mit Gladbach erwischte er bislang einen schweren Saison-Start.
Adi Hütter rümpft die Nase: Mit Gladbach erwischte er bislang einen schweren Saison-Start. (Foto: imago)

Borussia Mönchengladbach ist bislang mit einem mageren Pünktchen in die Saison gestartet. Rein die nackten Zahlen betrachtet ist das für Trainer Adi Hütter der schlechteste Liga-Start seiner Karriere. Sorgen macht sich der 51-Jährige dennoch nicht.

Ein Blick auf die bisherigen Profi-Stationen beim SV Grödig, RB Salzburg, Young Boys Bern und Eintracht Frankfurt verrät: In den letzten acht Jahren hatte Hütter mit seinen jeweiligen Teams immer mindestens einen Sieg in der ersten drei Liga-Partien eingefahren. Dreimal gelang sogar die volle Ausbeute. Mit Borussia Mönchengladbach kam bislang nur ein Remis und zwei weitere Niederlagen herum.

Vorbereitung mit Hindernissen

Zugutehalten muss man dem Österreicher, dass ihm in seiner derzeitigen Station viele Steine in den Weg gelegt wurden. In der Saison-Vorbereitung fehlten wichtige Schlüsselspieler, die aufgrund ihrer Nominierungen für die EURO 2020 der Borussia nicht zur Verfügung standen, zudem sorgte eine Reihe an Verletzungen einzelner Akteure für ein gewisses Handicap.

Schweres Auftaktprogramm

Hinzu kommt, dass mit dem FC Bayern München, Bayer Leverkusen und Union Berlin drei starke Gegner zu Beginn warteten. "Ich weiß auch, gegen wen wir gespielt haben. Das war ein Auftaktprogramm, das nicht so einfach war", erinnerte Hütter auf fussball.news-Nachfrage, der dies aber nicht als Ausrede anbringen möchte: "Die Kritik ist berechtigt. Wir sind selbst nicht mit der Ausbeute zufrieden. Nichtsdestotrotz glauben wir an uns, wie wir aufgestellt sind, und wissen, dass wir gefordert sind, unser Heimspiel gegen Arminia Bielefeld zu gewinnen."

Hütter erinnert an Frankfurter Zeit

Hoffnung macht dem Fohlen-Coach seine Erfahrung aus dem ersten Jahr bei Frankfurt. "Ich war der Trainer mit der höchsten Quote, der fliegt", erinnerte sich Hütter, nachdem er mit der SGE den Superpokal gegen den Rekordmeister mit 0:5 verloren hatte und gegen den SSV Ulm in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden war. Bei Gladbach hat er jedenfalls trotz Fehlstart keine Befürchtungen, vor die Tür gesetzt zu werden: "Der Glaube ist das, was zählt. Auch das Vertrauen ist für mich wichtig." Und noch ist ja viel Zeit, die Saison zum Guten zu wenden.

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Tom Jacob  
11.09.2021