Ärger trotz Final-Einzug

"Schande, dass du es nicht zugibst": Tuchel legt sich mit Leipzig-Coach an

Tuchel im Disput mit Behlau (r.). Foto: Manu Fernandez/Pool via Getty Images
Tuchel im Disput mit Behlau (r.). Foto: Manu Fernandez/Pool via Getty Images

Thomas Tuchel steht mit dem Einzug ins Finale der Champions League vor dem größten Erfolg seiner Trainerkarriere. Dennoch echauffierte sich der Übungsleiter von Paris Saint-Germain nach dem Sieg über RB Leipzig. Die harte Gangart auf und neben dem Platz war ihm ein Dorn im Auge.

Während der Partie lieferte sich der frühere BVB-Coach, der aktuell wegen einer Fußverletzung die Spiele auf einer Getränkekiste sitzend verfolgt, mit seinem Gegenüber an. "Er hat sich beklagt, weil er seine Spieler schützen wollte. Das ist ganz normal", berichtete Julian Nagelsmann nach der Partie. Auch Tuchel sah in der Auseinandersetzung mit seinem früheren Spieler kein großes Problem. "Das war ganz okay zwischen zwei Cheftrainern", sagte er bei Sky. 

"Eine Schande"

Allerdings habe sich "ein Dritter eingemischt. Das hat nicht gepasst." So richtig raus mit der Sprache wollte Tuchel dabei nicht. Doch die Kameras haben den, aus seiner Sicht, Übeltäter wohl ausfindig gemacht. Zumindest zeigen sie, wie Tuchel noch auf dem Spielfeld gegenüber Daniel Behlau laut wird. Der Athletiktrainer von RB Leipzig war sich, gemessen an Tuchels Worten, wohl keiner Schuld bewusst. "Es ist eine Schande, dass du es nicht zugibst", rief der ihm entgegen. "Das zeigt alles, das ich wissen muss."

"Das geht so nicht"

Der Athletiktrainer, der mit seinen ehemaligen Schützlingen Eric Maxim Choupo-Moting und Thilo Kehrer, mit denen er beim FC Schalke 04 zusammenarbeitete, antwortete lediglich : "Glückwünsch zum Sieg." Tuchel sah die Angelegenheit als beendet an, zog auf Krücken von dannen. Bei Sky wollte er anschließend keine Einzelheiten preisgeben. "Das kläre ich nicht auf, aber das geht so nicht", so der Champions-League-Finalist.

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Lars Pollmann  
19.08.2020