Ikone leidet mit den Königsblauen

Schalke verursacht bei Fischer "regelrechtes Schmerzgefühl"

Schalke steuert schnurstracks Richtung 2. Bundesliga. Foto: Imago
Schalke steuert schnurstracks Richtung 2. Bundesliga. Foto: Imago

Selbst größte Optimisten scheitern an der Aufgabe, sich ein Szenario auszumalen, in dem der FC Schalke 04 den Abstieg noch abwenden kann. Längst geht es für die Königsblauen in erster Linie um einen halbwegs würdevollen Abschied. Klaus Fischer kann den im Augenblick nicht attestieren.

"Diese Mannschaft hat so gar nichts, was einen noch an ein Wunder glauben lassen könnte. Es ist zum Teil beschämend, was sie abliefert", urteilt die Vereinsikone in einem Beitrag für die Ruhr Nachrichten. "In manchen Spielphasen habe ich ein regelrechtes Schmerzgefühl", wird Fischer deutlich. Zuletzt missfiel dem einstigen Torjäger, wie die Truppe bei der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach in sich zusammenfiel. 

"Gegentore spotteten teilweise jeder Beschreibung"

"Überhaupt kein Widerstand mehr nach dem 0:1, und die Gegentore spotteten teilweise jeder Beschreibung. Beim 0:5 in Wolfsburg und jetzt beim 0:3 gegen Gladbach war eigentlich das Ergebnis noch jeweils das Beste", so Fischer. Tabellarisch ergibt sich ein erschreckendes Bild, in dem selbst der Vorletzte Arminia Bielefeld mehr als doppelt so viele Punkte hat wie Schalke, das zudem 23 Gegentore mehr hingenommen hat als die nächstschwächste Abwehr (1.FC Köln).

"So sang- und klanglos abwärts"

"Dem Trainer mache ich da noch den geringsten Vorwurf", nimmt Fischer Dimitrios Grammozis in Schutz. Der dritte Cheftrainer der laufenden Saison hat in drei Spielen einen Punkt geholt, Schalke wartet unter ihm noch auf den ersten eigenen Treffer. "Ich glaube, mit dieser Mannschaft und auch dieser ganzen Verletztenmisere ist nicht viel mehr möglich. Aber, dass es so sang- und klanglos abwärts in die 2. Bundesliga gehen würde, damit habe ich nicht gerechnet", räumt Fischer ein. Für Schalke wird es der vierte Abstieg nach 1981, '83 und '88.

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Lars Pollmann  
28.03.2021

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