2. Bundesliga

Schalke siegt in Paderborn, Nürnberg rettet Punkt in Unterzahl

Der SC Paderborn und der FC Schalke 04 lieferten sich ein enges Duell. Foto: Imago.
Der SC Paderborn und der FC Schalke 04 lieferten sich ein enges Duell. Foto: Imago.

Der FC Schalke 04 feierte am Sonntagmittag einen Auswärtssieg beim SC Paderborn. Unterdessen rettete der 1. FC Nürnberg einen Punkt bei Jahn Regensburg, während Hansa Rostock der erste Heimsieg in der 2. Bundesliga seit neun Jahren gelang.

Terodde führt Schalke zum Sieg

Die Partie in der Paderborner Benteler-Arena begann ausgeglichen, beide Mannschaften spielten von Beginn an offensiv. Die erste Großchance hatte Paderborn in der zehnten Minute: Dennis Srbeny schickte Sven Michel steil, Ralf Fährmann eilte aus seinem Tor heraus und verkürzte den Winkel für Michel, der den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeizirkelte. Paderborn erhöhte den Druck auf Schalke, das zunehmend in Schwierigkeiten gegen die Ostwestfalen geriet. Nichtsdestotrotz erspielte sich auch Königsblau eine gute Gelegenheit: Marius Bülter kam nach einer Ecke zum Abschluss, den Jannik Huth parierte (21.). Schalke fand besser in die Partie und erlangte über mehr Ballanteile Sicherheit. Die Partie wurde ausgeglichener, gefährliche Torraumszenen ereigneten sich selten. Da weder Paderborn noch Schalke in den Schlussminuten gefährlich wurden, verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang war die Partie zunächst ausgeglichen. Die erste Gelegenheit hatte Thomas Ouwejan, der von rechts nach innen zog, mit seinem starken linken Fuß abschloss und an Huth scheiterte (55.). Darauf hatte Darko Churlinov nach einer Ecke eine weitere Chance und köpfte knapp am Pfosten vorbei. In dieser Phase der Partie hatte Schalke Oberwasser. Die Folge: Der S04 ging in Führung. Bülter tankte sich durch, kratzte den Ball nach einem Eins-gegen-eins mit Huth von der Torauslinie und legte ab für Simon Terodde, der sein siebtes Saisontor erzielte (63.). In der Folge konzentrierte sich Schalke auf das Konterspiel – und hatte durch Rodrigo Zalazar die Chance zum 2:0 (68.). Postwendend hätten Julian Justvan und Robin Yalcin den Ausgleich erzielen können, das Duo blieb erfolglos (69.). In der Schlussphase entwickelte sich ein offenes Spiel, beide Mannschaften setzten sich immer wieder in Szene. In der 84. Minute parierte Fährmann einen satten Schuss von Kai Pröger aus kurzer Distanz. Dann hätte Terodde wenig später auf 2:0 stellen können, Huth parierte. Nach 90 intensiven Minuten setzte sich Schalke in Paderborn durch.

Nürnberg entführt einen Punkt aus Regensburg

Jahn Regensburg begann druckvoll gegen den noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg. Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic bestimmte die Anfangsphase, ohne zu nennenswerten Torchancen zu kommen. Während Nürnberg aktiver wurde, hatte Regensburg nach 15 Minuten eine gute Gelegenheit: Jan-Niklas Beste tankte sich auf der rechten Außenbahn durch und zog innerhalb des Strafraums ab. Christian Mathenia parierte. Wenige Minuten später gingen die Gäste mit der ersten Chance in Führung: Nach einer feinen Kombination durchs Zentrum flankte Mats Möller Daehli den Ball von rechts an den zweiten Pfosten, Lino Tempelmann traf per Kopf (19.). Nürnberg übernahm sukzessive die Spielkontrolle und bestach mit längeren Ballbesitzphasen, in denen sich die Mannschaft flach durch das Spielfeld kombinierte. In der 32. Minute erspielte sich der FCN eine weitere Gelegenheit durch Erik Shuranov, Erik Wekesser klärte zur Ecke. Dann erzielte Regensburg den Ausgleich: Konrad Faber zog von der rechten Außenbahn ins Zentrum und bediente Max Besuschkow, dessen trockener Abschluss aus der zweiten Reihe unhaltbar für Mathenia war (38.). Die Hausherren bekamen wieder Oberwasser und erhöhten das Risiko, ohne in Führung zu gehen.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war Regensburg aktiv. Mathenia musste einen präzisen Flachschuss von Benedikt Gimber aus etwa 20 Meter parieren (46.). Auf der anderen Seite traf Shurinov nach Vorarbeit von Tempelmann das Außennetz (49.). Vier Minuten später brachte Wekesser Regensburg per direktem Freistoß aus halbrechter Position in Führung. Beste hätte um ein Haar auf 3:1 erhöht, Mathenia hielt Nürnberg jedoch im Spiel (58.). Selber erspielten sich die Nürnberger wenige Chancen, die Mannschaft von Robert Klauß tat sich zunehmend schwer. In der 76. Minute hatte Taylan Duman eine Gelegenheit für die Gäste, der Joker setzte seinen Kopfball aber am Tor vorbei. Drei Minuten später verfehlte Jahn-Keeper Alexander Meyer eine Flanke von der linken Seite, woraufhin der Ball bei Nikola Dovedan landete, der diesen im freien Tor zum 2:2 unterbrachte. In der 88. Minute wäre Regensburg beinahe erneut in Führung gegangen, doch Mathenia behielt auch gegen Andreas Albers die Oberhand. Kurz darauf spielte Nürnberg nach einem Platzverweis gegen Manuel Schäffler nur noch zu zehnt. Regensburg drängte auf das Siegtor, konnte sich für den Aufwand aber nicht belohnen und musste sich mit dem Remis begnügen. 

Dresden verliert spät in Heidenheim

Der 1. FC Heidenheim eröffnete die Partie mit Schwung, bereits in der zweiten Minute erspielten sich die Hausherren die erste Großchance: Maurice Malone setzte Denis Thomalla in Szene, der offensive Mittelfeldspieler traf die Latte. Den anschließenden Nachschuss von Malone parierte Kevin Broll zur Ecke. Drei Minuten später ging Heidenheim in Führung: Nach einem Fehlpass von Lars Lukas Mai ließ Tobias Mohr nach der Balleroberung Yannick Stark stehen und schlenzte den Ball aus der zweiten Reihe ins rechte Toreck. Dynamo Dresden wollte den Ausgleich erzielen, die beste Gelegenheit hatte Julius Kade mit einem Abschluss aus 16 Metern – der Mittelfeldspieler zirkelte den Ball knapp am Pfosten vorbei (18.). Zehn Minuten später kam Kade nach Vorlage von Christoph Daferner erneut zum Abschluss und verzog. Weitestgehend taten sich Heidenheim und Dresden schwer, die letzte Abwehrreihe zu durchbrechen. Gegen Ende der ersten Halbzeit zogen sich die Gastgeber zurück nahmen die Führung mit in die Pause.

Nach Wiederbeginn hatte Dresden gleich die Chance zum Ausgleich, der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos schoss aus aussichtsreicher Position allerdings weit neben das Tor (49). Zwei Minuten später erzielte Chris Löwe den Ausgleich: Der Routinier kam nach einem Stoppfehler von Marvin Rittmüller aus über 20 Metern zum Abschluss und schweißte den Ball in die Maschen. Dresden gewann an Tempo und wurde vor dem gegnerischen Tor präsenter. In Bedrängnis geriet FCH-Keeper Kevin Müller jedoch selten. Der Ausgang der Partie war offen, denn in der Schlussphase erhöhte Heidenheim den Druck. SGD-Keeper Broll rettete gegen Daferner, der aus wenigen Metern zum Schuss kam (80.). In der 90. Minute erzielten die Hausherren den Siegtreffer: Stefan Schimmer traf nach einer Flanke aus dem Halbfeld per Kopf den Pfosten, im Nachsetzen erzielte Robert Leipertz das 2:1. Trotz der Bemühungen von Dynamo, einen Punkt zu entführen, brachte Heidenheim den Sieg über die Ziellinie. 

Düsseldorf feiert zweiten Saisonsieg

Erzgebirge Aue hatte im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf bereits nach 15 Sekunden die Chance zur Führung: Nicolas Kühn tauchte nach Steilpass von Antonio Mance frei vor Florian Kastenmeier auf, schoss dabei aber nur den Düsseldorfer Keeper an. Der schwungvolle Start flachte schnell ab, gekennzeichnet waren die ersten Minuten von zahlreichen Ballverlusten und einigen Spielunterbrechungen. Im weiteren Verlauf bereitete Aue der Fortuna Schwierigkeiten und legte regelmäßig den Offensivgang ein, nennenswerte Chancen blieben aber aus. Nachdem Ao Tanakas Führungstor in der 23. Minute wegen einer Abseitsstellung des Düsseldorfers zurückgenommen wurde, erhielt die Fortuna in der 28. Minute nach einem Foul an Felix Klaus einen Strafstoß. Rouwen Hennings traf per halbhohem Lupfer zur Führung. In der 33. Minute hatte Mance die Chance zum Ausgleich und scheiterte an Kastenmeier. Bis zum Pausenpfiff verpasste es Aue, den Spielstand zu egalisieren.

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos an die ersten 45 Minuten an. In einer intensiven Partie wurde der Spielfluss regelmäßig unterbrochen. Die erste Chance hatte der zur zweiten Halbzeit für Kühn eingewechselte Babacar Gueye, dessen Kopfball von Kastenmeier entschärft wurde (53.). Gueye brachte Schwung in das Angriffsspiel der Erzgebirgler, Fortuna Düsseldorf konnte aber die Null halten und hatte in der 65. Minute die Chance, auf 2:0 zu stellen – Kristoffer Peterson scheiterte allerdings an Martin Männel. Grundsätzlich blieb es bei einer chancenarmen Partie, da beide Mannschaften im letzten Drittel zu wenig Druck entfalten konnten. Die zwischenzeitlich beste Chance hatte Khaled Narey in der 79. Minute, der Sololauf des Fortunen endete mit einem Schuss neben das Tor. In der 87. Minute hätte Christoph Klarer ebenfalls auf 2:0 stellen können, vergab jedoch genauso. Der Auswärtssieg wurde den Rheinländern aber nicht mehr genommen.

Fröde erlöst Rostock

Die Gäste aus Darmstadt kamen bei Hansa Rostock gut in die Partie. In der vierten Minute hatte Luca Pfeiffer den ersten Abschluss, scheiterte aber an Markus Kolke. Bei der darauffolgenden Ecke köpfte Lasse Sobiech den Ball aufs Tor, Lukas Fröde klärte auf der Linie. In der Folge bemühte sich Hansa Rostock darum, vor dem gegnerischen Tor gefährlich zu werden. In der 20. Minute gingen die Hausherren auch in Führung: Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld erreichte John Verhoek den Ball, der Stürmer köpfte das Spielgerät unhaltbar ins lange Eck. Darmstadt reagierte umgehend und hatte eine Chance durch Luca Pfeiffer, dessen Abschluss am Tor vorbeiflog (22.). Mit der Führung im Rücken konzentrierte sich Rostock auf die Abwehrarbeit und gezielte Nadelstiche nach Balleroberungen. Vor der Halbzeitpause tauchten die Hausherren erneut gefährlich vor Marcel Schuhen auf, Streli Mamba verpasste das Tor aber aus zehn Metern (36.).

Kurz nach Wiederbeginn hatte der SV Darmstadt die Chance auf den Ausgleich, der Heber von Benjamin Goller landete knapp neben dem Tor (49.). Kurz darauf verpasste es Mamba, die Führung auszubauen – Schuhen parierte (55.). Nach 64 Minuten bekamen die Lilien einen Foulelfmeter zugesprochen, den Tobias Kempe souverän zum Ausgleich verwandelte. Rostock bemühte sich in der Schlussphase darum, den Druck zu erhöhen und zum Abschluss zu kommen. Kurz vor Spielende gelang der erneute Führungstreffer: Fröde köpfte einen Eckball aus wenigen Metern ins Netz (85.). Diesen Vorsprung gaben die Hausherren nicht mehr her. 

Florian Bajus  
12.09.2021