Transfer zog sich

Schröder über Harit: "Gehalt für viele Champions-League-Klubs zu hoch"

Amine Harit wurde erneut an Olympique Marseille ausgeliehen. Foto: Getty Images.
Amine Harit wurde erneut an Olympique Marseille ausgeliehen. Foto: Getty Images.

Amine Harit hat den FC Schalke 04 kurz vor Toresschluss verlassen. Der offensive Mittelfeldspieler wurde erneut an Olympique Marseille verliehen und wird voraussichtlich bei den Franzosen bleiben. Laut Sportdirektor Rouven Schröder war das hohe Gehalt des Marokkaners ein großer Knackpunkt in den Gesprächen über einen Transfer.

Der FC Schalke 04 ist seit der Corona-Pandemie dazu gezwungen, jeden Cent einzusparen und vorsichtig zu haushalten, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Aufgrund dessen bemühten sich die Verantwortlichen um Sportdirektor Rouven Schröder in erster Linie darum, Abnehmer für Top-Verdiener wie Ozan Kabak und Amine Harit zu finden, die zudem in der sportlichen Ausrichtung keine Rolle mehr gespielt haben. 

Samt Kaufoption und Kaufpflicht: Harit spielt erneut für Marseille

Während Kabak für einen mittleren einstelligen Millionenbetrag an die TSG Hoffenheim verkauft wurde, wurde Harit zum zweiten Mal in Folge an Olympique Marseille verliehen. Aller Voraussicht nach wird sich der offensive Mittelfeldspieler dem Ligue-1-Klub im kommenden Jahr aber endgültig anschließen, nach Angaben des S04 haben sich beide Vereine sowohl auf eine Kaufoption als auch auf eine Kaufpflicht geeinigt, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sei.

Endgültiger Abschied? Schröder: "Sind der absoluten Überzeugung"

"Für uns ist die Vereinbarung mit Marseille in dieser Form zufriedenstellend und wir sind der absoluten Überzeugung, dass sie am Ende der Saison zu einem festen Wechsel führen wird", kommentierte Schröder gemäß Vereinsmedien den Transfer. Die finanzielle Erleichterung über Harits Abschied ist groß, denn auch für potenzielle Abnehmer stellte sein Jahresgehalt eine große Hürde dar: "Das Gehalt ist deutlich zu hoch - selbst für viele Champions-League-Klubs", wird Schröder vom kicker zitiert, "es war bis zum Schluss absolut offen. Wir haben es spät, aber rechtzeitig entschieden."

Florian Bajus  
02.09.2022