Schalke-Coach

Kramer geht mit Demut ins Derby: "Favoritenrolle ist geklärt"

Frank Kramer steht vor seinem ersten Revier-Derby als Schalke-Trainer. Foto: Getty Images.
Frank Kramer steht vor seinem ersten Revier-Derby als Schalke-Trainer. Foto: Getty Images.

Auf Frank Kramer wartet das erste Revier-Derby gegen Borussia Dortmund. Der Cheftrainer des FC Schalke 04 spürt bei seinen Spielern große Vorfreude, weiß ihre Rolle aber einzuordnen. 

Für Fußballfans im Ruhrgebiet sind Spiele zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 die Highlights einer jeden Bundesliga-Saison. In der vergangenen Spielzeit fielen die Duelle zwischen den Erzrivalen aufgrund des Abstiegs von Königsblau aus, umso größer ist die Vorfreude auf den kommenden Samstag. Im Signal Iduna Park empfängt der BVB den S04, der am vergangenen Spieltag mit dem 3:1 gegen Bochum den ersten Saisonsieg gefeiert hat.

Kramer: "Die Jungs freuen sich sehr darauf"

Auch die Schalker Mannschaft freut sich auf das Revier-Derby, wie Frank Kramer im Interview mit der WAZ erklärte: "Ich kann sagen, dass sich die Jungs sehr darauf freuen. Das ist die beste Voraussetzung, mit einer positiven Emotionalität in ein Spiel zu gehen." Unterstützt werden sollen die Spieler von den mitreisenden Fans, betonte der S04-Coach, der der Anhängerschaft ein großes Lob aussprach: "Wir alle freuen uns auf Tausende von Schalkern, die in blau und weiß mitfahren. Die Unterstützung bisher in dieser Saison war grandios. Das wissen sowohl das Trainerteam als auch die Spieler sehr zu schätzen."

Kramer will mit Schalker Tugenden überzeugen

Zwar tritt der BVB das Derby nach Niederlagen gegen RB Leipzig (0:3) und Manchester City (1:2) an, die beiden Spiele sind jedoch unterschiedlich zu bewerten - und bei einem Blick auf die sportlichen und finanziellen Unterschiede hat Schwarzgelb im direkten Vergleich weiter die Nase vorn. "Die Favoritenrolle ist geklärt", sagte Kramer, "wir versuchen, die Unterschiede, die es in wirtschaftlicher Hinsicht gibt, die man auch an der Zusammenstellung des Kaders sehen kann, in dem Spiel mit unseren Tugenden wettzumachen. Das reizt uns." Den Druck sieht der 50-Jährige daher beim BVB, der sich eine dritte Niederlage in Serie kaum erlauben darf - und erst recht nicht gegen den Erzrivalen.

Florian Bajus  
16.09.2022