"Kleine Schritte"

Schalkes neue Demut: "Träumen nicht mehr von der Champions League"

Laut Mike Büskens backt Schalke künftig kleinere Brötchen. Foto: Getty Images.
Laut Mike Büskens backt Schalke künftig kleinere Brötchen. Foto: Getty Images.

Im Kollektiv ist dem FC Schalke 04 die Rückkehr in die Bundesliga geglückt, im Kollektiv will Königsblau auch im Oberhaus bleiben. Dabei helfen soll zudem eine neue Erwartungshaltung.

Der FC Schalke 04 hatte in den vergangenen Jahren stets den Anspruch, den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga zu halten und um die Champions League mitzuspielen. In den letzten fünf Spielzeiten im Oberhaus lagen Anspruch und Wirklichkeit jedoch weit auseinander: Viermal landete Schalke auf einem zweistelligen Tabellenplatz, der einzige Höhepunkt war die Vizemeisterschaft 2018. Vor einem Jahr erfolgte schließlich der Abstieg, mit nur 16 Punkten aus 34 Spielen verabschiedete sich Schalke in die 2. Bundesliga.

Büskens: "Wichtigste, dass es wieder ein Miteinander gibt"

Die Abstinenz war zunächst nur auf ein Jahr beschränkt. Durch den 3:2-Sieg über den FC St. Pauli besiegelte Königsblau am Samstag den sofortigen Wiederaufstieg. Entscheidend war laut Mike Büskens der neue Zusammenhalt: "Das Wichtigste ist, dass es wieder ein Miteinander gibt – zwischen der Anhängerschaft und dem Verein. Das war auch die Grundlage dafür, dass wir nun wieder hochgekommen sind", sagte der Interimstrainer im Sport1-Doppelpass.

"Haben berechtigterweise bluten müssen"

Nun laute das Ziel, den Verein nachhaltig in der Bundesliga zu etablieren und schrittweise in die obere Tabellenhälfte vorzurücken, schilderte Büskens die neue Schalker Demut: "Wir sind nicht mehr das Schalke, das den Anspruch hat, ad hoc von der Champions League zu träumen. Wir haben berechtigterweise bluten müssen, das hatten wir uns selbst zuzuschreiben. Jetzt werden wir wieder kleine Schritte nach oben machen." Andernfalls könnte der erneute Absturz drohen. 

Florian Bajus  
09.05.2022