Hoffenheim will ihn nicht mehr

Was macht Schalke mit Rudy?

Sebastian Rudy soll nicht mehr zur TSG Hoffenheim zurückkehren.
Sebastian Rudy soll nicht mehr zur TSG Hoffenheim zurückkehren. Foto: Getty Images

Welch ein Karriereabsturz für Sebastian Rudy: Nach seinem Wechsel von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern München wollte er nach ganz oben klettern. Inzwischen hat er weder im Kraichgau noch bei seinem aktuellen Klub, dem FC Schalke 04, eine Zukunft.

Sportvorstand Jochen Schneider steht beim FC Schalke 04 vor einer Herkulesaufgabe! Er muss Gelder sparen, eine Gehaltsobergrenze bei einem Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro einführen. Doch wie soll dies mit Blick auf die Rückkehr der teuren Leihspieler gelingen? Der bis 2022 gebundene Sebastian Rudy verdient pro Saison etwa sechs Millionen Euro - und wird mit großer Sicherheit nicht auf über 50 Prozent dieses Gehalts verzichten.

Allerdings will ihn die TSG Hoffenheim nach dem Leihjahr laut Bild nicht mehr verpflichten. Rudy war zwar Stammspieler, doch Sebastian Hoeneß, der den FC Bayern München II wohl in Richtung Kraichgau verlässt, plant nicht mit dem Nationalspieler a.D. Schalke muss also die verfehlte Transferpolitik der vergangenen Jahre ausbügeln.

Welche Alternativen gibt es? Einerseits könnte das Thema Leihe wieder aktuell werden. Doch übernimmt der neue Klub dann auch das vollständige Gehalt? Oder müssen die Gelsenkirchener Rudy, für den sie 2018 noch rund 16 Millionen Euro an den FC Bayern überwiesen, gar verschenken? Auch eine Abfindung ist wohl im Gespräch. Wie dem auch sei: Das Thema Rudy wird sich auf Schalke wohl bald schon erledigen.

Christopher Michel  
23.07.2020