Kein Kontakt zu Funkel? FC-Bosse wehren sich

Sauren: "Macht keinen Sinn, wenn wir in so einer Phase ständig Kontakt suchen"

Eckhard Sauren ist seit 2014 als Funktionär beim 1. FC Köln tätig.
Eckhard Sauren ist seit 2014 als Funktionär beim 1. FC Köln tätig. Foto: Imago

Laut eigenen Angaben hatte Friedhelm Funkel während seiner sieben Wochen beim 1. FC Köln keinen persönlichen Kontakt zum Vorstand. Präsident Werner Wolf und Vizepräsident Eckhard Sauren wehren sich gegen diesen Vorwurf.

Es ist kein kleiner Vorwurf, den Friedhelm Funkel indirekt gegen die Führungsetage des 1. FC Köln erhoben hat. Dem Kölner Stadt-Anzeiger schilderte der Interimstrainer, er habe während seines Aufenthalts beim FC "keinen persönlichen Kontakt" zur Vereinsführung gehabt. Stattdessen habe er sich allen voran mit der Mannschaft beschäftigt, um den Klassenerhalt zu erreichen.

Wolf: "Habe Funkel bei seinem Amtsantritt begrüßt"

Dieser Darstellung widersprachen Präsident Werner Wolf und Vizepräsident Eckhard Sauren auf der Pressekonferenz am Montag. So erläuterte Wolf: "Ich habe Friedhelm Funkel bei seinem Amtsantritt begrüßt und nach dem Klassenerhalt war das Erste, was ich gemacht habe, ihm eine Glückwunschnachricht zu schicken." Sauren fügte an, er habe Funkel "beim Amtsantritt gesagt, dass wir uns, wenn alles gut läuft, nach dem Klassenerhalt sprechen. Es macht in unseren Augen keinen Sinn, wenn wir als Aufsichtsgremium ständig Kontakt zum Trainer suchen in so einer wichtigen Phase."

Funkel kritisiert Heldt-Entlassung

Obwohl es Aussage gegen Aussage steht, dürften die Klub-Bosse erneut kein positives Bild abgeben, nachdem sie in Medienberichten im Zuge der Entlassung von Horst Heldt bereits für die Art und Weise ihrer Kommunikation kritisiert wurden. Von Funkel gab es derweil zusätzliche Kritik an der Trennung vom Geschäftsführer Sport. Rosig geht es dieser Tage in Köln nicht zu.

Florian Bajus  
01.06.2021