Entlassung von Horst Heldt

FC-Vizepräsident Sauren: "Die Entscheidung ist über Wochen gereift"

Vizepräsident Eckhard Sauren (r.) verteidigt die Entlassung von Horst Heldt. Foto: Imago.
Vizepräsident Eckhard Sauren (r.) verteidigt die Entlassung von Horst Heldt. Foto: Imago.

Horst Heldt reagierte überrascht auf sein Aus beim 1. FC Köln. Laut Vizepräsident Eckhard Sauren stand eine Entlassung des Sportchefs allerdings schon länger im Raum. Entgegen der Kritik von Alexander Wehrle und Friedhelm Funkel verteidigte er die Entscheidung des Vorstands.

"Die Entscheidung zu Horst Heldt ist über Wochen gereift", sagte Sauren auf der Pressekonferenz am Montag, auf der er unter anderem mit Präsident Werner Wolf und Geschäftsführer Alexander Wehrle Rede und Antwort stand. Dabei hatte Wehrle die Entscheidung des Vorstands, Heldt von seinem Amt zu entbinden, kritisiert (fussball.news berichtete).

Sauren: Erstes Telefonat mit Heldt vor Schalke-Spiel

"Wir sind der Überzeugung, dass wir unabhängig vom kurzfristigen Ergebnis in Kiel aus langfristigen Erwägungen diese Entscheidung so fällen müssen", sagte Sauren und betonte: "Ich habe vor dem Schalke-Spiel (34. Spieltag, d. Red.) telefonisch mit Horst Heldt gesprochen und ihm gesagt, dass wir auch im Falle des Klassenerhalts die Saison analysieren und besprechen müssen. Horst war es ein Anliegen, schnell Klarheit zu haben und zeitnah zu sprechen." Zuvor habe man sich allerdings auf den Klassenerhalt konzentrieren und die Mannschaft nicht mit Störfeuern belasten wollen, so der Vizepräsident: "Wir haben deshalb bewusst Gerüchte nicht kommentiert. Am Sonntagmorgen habe ich mit Horst Heldt telefoniert und ihm gesagt, dass wir über die Saison und seine Zukunft sprechen werden."

"Sportlichen Ergebnisse und Kaderzusammenstellung stellen uns nicht zufrieden"

Ebenfalls am Sonntagmorgen hätten der Vorstand und der Gemeinsame Ausschuss entschieden, dass Heldt gehen muss. Davon soll der Sportchef ebenso wie Wehrle überrascht worden sein, so der Kölner Stadt-Anzeiger. "Wir haben am Ende der Saison einen Schluss drunter gezogen und festgestellt, dass uns die sportlichen Ergebnisse und die Kaderzusammenstellung nicht zufriedenstellen", verteidigte Sauren die Entscheidung.

"Die Zusammenarbeit soll für die nächste Saison laufen"

Jörg Jakobs und Thomas Kessler haben die Nachfolge des 51-Jährigen angetreten, laut dem Kölner Stadt-Anzeiger ist auch Lukas Berg als Leiter Administration Lizenzspielerleitung involviert. "Die Zusammenarbeit soll für die nächste Saison in der jetzigen Konstellation laufen - wir haben damit Zeit, in Ruhe einen Nachfolger für Horst Heldt zu suchen. Wir sind überzeugt, mit Jörg Jakobs und Thomas Kessler eine gute Lösung gefunden zu haben. Die Zielsetzung für die nächsten zwei Jahre bleibt, trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in der Klasse zu bleiben", sagte Sauren. 

Florian Bajus  
31.05.2021