150 Millionen Euro mehr pro Jahr

Santiago Bernabeu wird für Real zur Anti-Corona-Goldgrube

Das Santiago Bernabeu ist aktuell eine Baustelle. Foto: GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images
Das Santiago Bernabeu ist aktuell eine Baustelle. Foto: GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images

Real Madrid hat die vergangene Saison im kleinen Estadio Alfredo di Stefano beendet. Der neue spanische Meister nutzt die Geisterspiele in LaLiga und im internationalen Wettbewerb für Umbaumaßnahmen am Santiago Bernabeu. Die Heimspielstätte soll dem Verein nach Fertigstellung aus der Coronakrise führen.

Wie die Real-nahe Sportzeitung Marca berichtet, winken den Madrilenen etwa 150 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Spielzeit. Insgesamt sollen so über 300 Millionen Euro aus dem Spieltagsumfeld fließen. Inbegriffen sind dabei Einnahmen aus dem Ticketverkauf, aber auch aus dem Merchandising. Dafür baut Real sein ehrwürdiges Stadion zu einem regelrechten Geschäftskomplex um. Neben neuen Möglichkeiten in der VIP-Hospitality sollen dabei gleich zwei neue Fanshops den Rubel rollen lassen.

Vorbild Dallas Cowboys

Das Fußballstadion soll zudem auch zur Multifunktionsarena werden. Die Spielfläche lässt sich demnach flugs in eine Freiluft-Konzerthalle verwandeln. Das neue Dach der Arena ist dabei einziehbar, sodass innerhalb des Stadions immer ideale Bedingungen herrschen sollen. Vorbild für die Umbaumaßnahmen soll der Komplex des NFL-Teams Dallas Cowboys sein. Die Franchise führt seit Jahren immer wieder die anerkannte Liste der wertvollsten Sportklubs der Welt an, die das US-Magazin Forbes herausbringt. Real Madrid liegt dabei in der aktuellsten Ausgabe der Bewertung als bester Fußballklub auf Rang sechs.

Real und Barca von der Krise getroffen

Die Umbauten sollen dem Klub dabei helfen, die Lücke zu schließen. Und Verluste aus der Corona-Zeit abzubauen. Aktuell sind Real und der FC Barcelona besonders betroffen, weil sie wegen der Geisterspiele immense Einnahmeverluste verzeichnen. Beide Erzrivalen müssen sich deshalb auch auf dem Transfermarkt in ungewohnter Zurückhaltung üben. In der Forbes-Liste liegt Barca übrigens auf Platz acht.

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Lars Pollmann  
23.08.2020