Rekordmeister schwächelte

Sane reflektiert Bayern-Rückrunde: "Nach und nach ging alles den Bach runter"

Leroy Sane hat sich zur Rückrunde beim FC Bayern geäußert. Foto: Getty Images.
Leroy Sane hat sich zur Rückrunde beim FC Bayern geäußert. Foto: Getty Images.

Der FC Bayern ist aufgrund der Rückrunde mit der vergangenen Saison unzufrieden. Laut Leroy Sane fielen alle Spieler zeitgleich in ein Formtief, doch daraus ziehe die Mannschaft Motivation für die neue Spielzeit.

In der Hinrunde der Saison 2021/22 sammelte der FC Bayern in der Bundesliga 43 Punkte und erzielte 56:16 Tore, in der Rückrunde standen hingegen 34 Punkte bei 41:21 Treffern zu Buche. Zwar punkteten nur Borussia Dortmund (35), Bayer Leverkusen und RB Leipzig (beide 36) in der zweiten Jahreshälfte häufiger, dennoch herrschte an der Säbener Straße große Unzufriedenheit über Auftritte wie gegen Borussia Mönchengladbach (1:2), den VfL Bochum (2:4) oder Mainz 05 (1:3).

Sane: "Wie aus dem Nichts kam unsere Saison zum Stillstand"

Hinzu kam das Aus im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Villarreal, der sich im Hinspiel mit 1:0 durchsetzte und im Rückspiel ein 1:1 erarbeitete. Im Anschluss gewannen die Münchner nur zwei der übrigen fünf Pflichtspiele. Gegenüber The Athletic beschrieb Leroy Sane, wie es zum Leistungseinbruch gekommen war: "Wir ritten auf dieser Welle. Aber dann spielt man Unentschieden, verliert ein Spiel, verliert ein bisschen die Kontrolle und plötzlich wird alles wackelig. Wie aus dem Nichts kam unsere Saison zum Stillstand. Nach und nach ging alles den Bach runter."

"Wenn man so schlecht spielt wie wir..."

Auch für das Aus in der Königsklasse fand der deutsche Nationalspieler klare Worte: "Wenn man so schlecht spielt wie wir, kann man sich nicht anmaßen, im Rückspiel Wiedergutmachung zu betreiben. Wenn ein oder zwei Spieler nicht in Form sind, können die anderen sie tragen. Unser Pech war, dass wir alle zur gleichen Zeit in das gleiche Loch gefallen sind." Ein solcher Leistungsabfall dürfe beim FC Bayern nicht passieren, ergänzte Sane, "aber es ist passiert. Wir sind Menschen, keine Maschinen."

"Wir sind alle extrem sauer"

Die Verantwortlichen haben mit den Verpflichtungen von Sadio Mane, Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch, Noussair Mazraoui und Mathys Tel auf die abgelaufene Spielzeit reagiert. Die Neuzugänge sollen neue Reize innerhalb des Kaders setzen, den Konkurrenzkampf erhöhen und Hunger mitbringen. Der Rest der Mannschaft zieht indes aus der zurückliegenden Rückrunde Motivation für einen Neustart: "Wir sind alle extrem sauer und nehmen daraus unsere Motivation für diese Saison mit einer Weltmeisterschaft in der Mitte. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht noch einmal die gleichen Fehler machen", sagte Sane.

Florian Bajus  
05.08.2022