BVB-Plan

Sancho-Ersatz im zwei-für-eins-Prinzip?

Ob der BVB Sancho halten kann, ist fraglich. Foto: MICHAEL SOHN/POOL/AFP via Getty Images
Ob der BVB Sancho halten kann, ist fraglich. Foto: MICHAEL SOHN/POOL/AFP via Getty Images

Borussia Dortmund geht am Donnerstag der kommenden Woche die Vorbereitung auf die neue Saison an. Die große Frage lautet weiterhin, ob Jadon Sancho der Trainingsgruppe angehören wird. Ein Transfer des Angreifers zu Manchester United ist zumindest vorstellbar. Der BVB hat längst Nachfolgepläne in der Schublade.

Die Message der Verantwortlichen hat sich seit Monaten nicht geändert. Wenn ein interessierter Klub eine adequate Summe auf den Tisch legt und der Engländer gehen möchte, kann ein Transfer über die Bühne gehen. Allerdings will Dortmund einen langen Eiertanz unmittelbar vor der Saison vermeiden. Deshalb gilt laut Medienberichten eine Frist: Wenn der BVB mit Sancho am 10. August ins Trainingslager nach Bad Ragaz (Schweiz) fliegt, bleibt der Top-Scorer mindestens bis 2021. 

BVB am Sonntag vorm Fernseher

Wie realistisch das ist, entscheidet sich dem Vernehmen nach zu einem guten Anteil am Sonntagabend. ManUnited spielt im direkten Duell mit Leicester City einen Platz in der Champions League aus. Ein Remis reicht dem Rekordmeister auf jeden Fall für den Gang an die großen Fleischtöpfe des internationalen Fußballs. Vor diesem Hintergrund könnte sich der Klub sicher auch in Zeiten der Coronakrise den Transfer von Sancho, der wohl 120 Millionen Euro kosten soll, leisten. Beim BVB werden sie also am Sonntag sicher den Fernseher einschalten und im Nachgang die Telefone nicht lautlos stellen.

Gleichwertigen Ersatz gibt es wohl nicht

Das Gute an einem längeren Hin und Her um Transfers ist freilich, dass man sich auf Eventualitäten vorbereiten kann. Sportdirektor Michael Zorc wird das auch in diesem Fall getan haben. Laut eines Berichts der Ruhr Nachrichten wäre dabei wenig verwunderlich, agierte der BVB nach dem zwei-für-eins-Prinzip. Will sagen: Dortmund würde nicht versuchen, Sancho mit einem Neuling gleichwertig zu ersetzen. Sportlich scheint das ohnehin kaum möglich. Der Rucksack für einen Neuzugang wäre auch anderweitig deutlich zu schwer.

Kommt doch ein zweiter Stürmer?

Stattdessen, so das Lokalblatt, könnte der BVB Sancho mit zwei Offensivspielern ersetzen. Auf der einen Seite käme ein Flügelspieler, der nominell die Position des 20-Jährigen einnehmen würde. Auf der anderen Seite würde Dortmund in diesem Fall womöglich doch einen zweiten Stürmer an Land ziehen. Immerhin müssen bei Sancho nicht nur 17 Torvorlagen alleine in der Bundesliga, sondern auch 17 Treffer ersetzt werden. Ein Neuzugang im Sturm brächte zudem den Mehrwert, dass sich nicht alles auf Erling Haaland komprimiert. Der Norweger ist natürlich über die meisten Zweifel erhaben, braucht ob seiner Jugend aber durchaus noch die ein oder andere Pause. Aktuell wäre die stets eine erhebliche Schwächung, weil es keinen zweiten 'richtigen' Stürmer im Kader gibt. Ein Verkauf von Sancho, so schwer er den Chefs beim BVB fallen dürfte, böte somit auch Chancen.

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Lars Pollmann  
25.07.2020