FC Bayern

Salihamidzic: "Wir alle sind gefragt, nicht nur Nagelsmann"

Salihamidzic ist mit den vergangenen Wochen nicht zufrieden. Foto: Getty Images
Salihamidzic ist mit den vergangenen Wochen nicht zufrieden. Foto: Getty Images

Der FC Bayern zeigt dieser Tage zwei Gesichter. In der Champions League haben die Münchner Spitzenduelle mit Inter Mailand und dem FC Barcelona in weitgehend überzeugender Manier für sich entschieden, in der Bundesliga ist aber zuletzt der Wurm drin. Hasan Salihamidzic legt den Finger in die Wunde.

"Wir sind überragend gestartet. Jetzt habe ich ein bisschen das Gefühl, dass wir uns darauf verlassen, Top-Qualität zu haben. Aber jetzt bringen wir nicht die nötige Körperlichkeit, um die Spiele zu gewinnen", zitiert die Bild-Zeitung den Sportvorstand. Nach einem Rekord-Auftakt mit 15 Toren in drei Siegen reichte es anschließend im Liga-Alltag nur noch zu drei Remis, am Samstag setzte es beim FC Augsburg sogar eine Niederlage. Platz fünf nach sieben Spieltagen und schon fünf Punkte Rückstand auf Union Berlin an der Spitze sind für Salihamidzic und Co. inakzeptabel.

"Müssen das nächste Spiel gewinnen"

Vor diesem Hintergrund führen manche Beobachter gar schon eine ganz leise Trainerdiskussion, an der sich die Verantwortlichen allerdings nicht beteiligen. Die aktuelle Lage "bedeutet für uns alle, dass wir das nächste Spiel gewinnen müssen. Wir alle sind jetzt gefragt, nicht nur Julian Nagelsmann", formuliert Salihamidzic. Dass die Münchner ihren erst 2021 für eine Rekordsumme verpflichteten und mit Vertrag bis 2026 ausgestatteten Chefcoach nicht in Frage stellen, liegt auf der Hand.

"Das reicht einfach nicht"

Ebenso aber, dass seine Mannschaft in den letzten Bundesliga-Spielen vieles hat vermissen lassen, das sie beim FC Bayern als Grundvoraussetzung erachten. "Die Jungs müssen sich besser konzentrieren, fokussierter und gieriger sein, die Spiele zu gewinnen", fordert Salihamidzic. "Wenn man aus vier Spielen drei Punkte holt, reicht das einfach nicht." Die nächsten drei Bundesliga-Aufgaben könnten durchaus wegweisend werden: Es geht gegen Krisenteam Bayer Leverkusen sowie gegen die aktuell besser platzierten Klubs Borussia Dortmund und SC Freiburg.

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Lars Pollmann  
20.09.2022