Viele Optionen beim FC Bayern

Salihamidzic: "Weniger schlaflose Nächte" dank neuer Bayern-Offensive

Hasan Salihamidzic freut sich über den hohen Konkurrenzkampf beim FC Bayern. Foto: Getty Images.
Hasan Salihamidzic freut sich über den hohen Konkurrenzkampf beim FC Bayern. Foto: Getty Images.

Ohne Robert Lewandowski hat sich die Grundausrichtung des FC Bayern in der Offensive verändert. Sportvorstand Hasan Salihamidzic freut sich über den neuen Konkurrenzkampf in der Sturmspitze.

In den vergangenen zehn Jahren hat der FC Bayern fast ausschließlich mit einem einzigen Mittelstürmer gespielt, doch seit dem Abschied von Robert Lewandowski ist an der Säbener Straße die Doppelspitze zurückgekehrt. Wo einst Roy Makaay und Claudio Pizarro oder Luca Toni und Miroslav Klose für Torgefahr gesorgt haben, sind derzeit Sadio Mane und Serge Gnabry gefragt - wobei das Duo in der 4-2-2-2-Formation Unterstützung von der Doppelzehn um Jamal Musiala und Thomas Müller erhält.

Salihamidzic: "Jetzt kann man die Verantwortung übernehmen"

Wird ein Spieler den Erwartungen nicht gerecht, kann Julian Nagelsmann mit Leroy Sane, Kingsley Coman sowie Sturmtalent Mathys Tel und Reservist Eric Maxim Choupo-Moting auf einige Alternativen setzen. Der hohe Konkurrenzkampf war nach Lewandowskis Abschied zum FC Barcelona gewollt, wie Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei Sky90 erläuterte: "Wir haben sieben, acht Stürmer für die vier Positionen, die das unter sich ausmachen werden. Es gibt auch kein Verstecken hinter jemandem oder hinter Lewandowski. Ich sage nicht, dass sich einer versteckt hat, aber jetzt kann man die Verantwortung übernehmen, Tore machen, sich zeigen. Konkurrenzkampf war die Idee, das haben wir geschafft."

"Weniger schlaflose Nächte" dank neuer Offensive

Die Veränderung in der offensiven Statik hänge aber auch mit den Gegebenheiten des Transfermarktes zusammen, betonte Salihamidzic: "Wenn da kein typischer Mittelstürmer ist, der bezahlbar ist und wir auf der anderen Seite die Chance haben, Sadio Mane zu holen, dann war das eine Idee. Es hätte genauso sein können, dass man ihn nicht bekommt und man einen anderen Plan hat." Unter dem Strich habe der FC Bayern einen "sehr guten" Transfersommer erlebt, ergänzte Salihamidzic, "weil der Konkurrenzkampf groß ist. Wenn man ein Spiel anfängt und ich weiß, wenn die drei Stürmer nicht funktionieren, können wir genauso starke drei bringen, dann habe ich weniger schlaflose Nächte."

Florian Bajus  
07.08.2022