Sportvorstand lässt Zweifler verstummen

Salihamidzic: "Kritik muss man sich stellen"

Sane gilt als Meisterstück von Salihamidzic. Foto: Handout/Getty Images
Sane gilt als Meisterstück von Salihamidzic. Foto: Handout/Getty Images

Der FC Bayern hat mit Leroy Sane seinen Wunschspieler nach zähen Verhandlungen über mehrere Monate endlich an Land gezogen. Der Transfer gilt als das Meisterstück von Hasan Salihamidzic. Der einst belächelte Sportdirektor hat sich seine Sporen verdient und ist in den Vorstand aufgerückt.

Von einer Notlösung mit bisweilen unglücklicher Außendarstellung ist längst keine Rede mehr. Der Bosnier hat, wie schon als Spieler, seine Zweifler verstummen lassen. Davon gab es in seinen ersten Jahren als Sportdirektor genug. "Kritik muss man sich stellen, in bestem Fall kann man daraus lernen", so Salihamidzic gegenüber Sport Bild ganz gelassen. Er konnte sich stets der Rückendeckung der Vereinsoberen gewiss sein, hat so sein Profil nach und nach geschärft.

"Ich bin belastbar"

Heute, berichtet das Magazin, sei die Klubführung ob seiner knallharten Verhandlungstaktik beeindruckt. Salihamidzic selbst führt an, dass er sportliche und wirtschaftliche Interessen des FC Bayern zu vereinbaren habe. "Das ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Ich bin aber auch dabei belastbar." Wenn der Ex-Profi mal zum Buhmann eines Beraters oder Spielers wird, kann er damit wohl ganz gut leben. Solange es dem Klub hilft, dem er sich mit Haut und Haaren verschrieben hat.

"Wichtig, dass man einen Plan verfolgt"

"Wichtig ist, dass man einen Plan verfolgt, und wir haben einen Plan, das zahlt sich aus, auch bei Transfers", sagt 'Brazzo'. Weitere Deals könnten folgen. Bis Anfang Oktober bleibt das Transferfenster geöffnet, angesichts enger Terminkalender soll der FC Bayern einen breiteren Kader bekommen. "Grundsätzlich geht es immer darum, die Qualität unserer Mannschaft anzureichern oder sie zu stabilisieren", erklärt Salihamidzic. 

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Lars Pollmann  
29.07.2020