Holpriger Beginn

Ligastarts mit Gladbach: Wie Hütter im Vergleich mit seinen Vorgängern abschneidet

Der jetzige Gladbach-Trainer Adi Hütter (l.) mit seinem Vorgänger Marco Rose. Zu dem Zeitpunkt war Hütter noch als Frankfurt-Coach unterwegs.
Der jetzige Gladbach-Trainer Adi Hütter (l.) mit seinem Vorgänger Marco Rose. Zu dem Zeitpunkt war Hütter noch als Frankfurt-Coach unterwegs. (Foto: imago)

Trainer Adi Hütter erwischte mit Borussia Mönchengladbach einen durchwachsenen Saisonstart. Zwar gelang beim Pflichtspiel-Debüt im DFB-Pokal der Einzug in die zweite Runde, doch mit vier Punkten liegen die Fohlen nach vier Spieltagen in der Bundesliga nur auf Platz elf.

fussball.news wirft einen Blick auf die vier Vorgänger Hütters, wie diese nach ihrer Amtsübernahme bei Borussia Mönchengladbach abgeschnitten haben.

Lucien Favre

Der Schweizer übernahm im Februar 2011 eine angeknockte Mannschaft, die als Tabellenletzter tief im Abstiegskampf steckte. Zum Einstand feierte Favre gegen den FC Schalke 04 einen 2:1-Sieg, in den ersten vier Liga-Partien wurden sieben Punkte eingefahren. Bis zum Ende der Saison schaffte er mit Gladbach den Sprung auf den Relegationsplatz. Im direkten Duell mit dem VfL Bochum wurde dort dann der Klassenerhalt eingetütet.

Andre Schubert

Kurz nach Beginn der Spielzeit 2015/16 wurde Schubert als Fohlen-Trainer vorgestellt. Vom sechsten Spieltag an wurden die ersten vier Partien in der Bundesliga allesamt gewonnen. Die Serie ging sogar noch weiter: In den ersten 15 Pflichtspielen verlor die Elf vom Niederrhein nur einmal - in der Champions League mit 1:2 gegen Manchester City. Am Ende stand ein vierter Tabellenplatz zu Buche.

Dieter Hecking

Der damals 52-Jährige übernahm zur Winterpause 2016/17. Der Trainerwechsel von Schubert zu Hecking fruchtete auf Anhieb. Drei Siege gelangen in den ersten vier Liga-Begegnungen, dazu kam ein 2:0-Erfolg gegen Greuther Fürth im Pokal. Von Rang 14 aus führte Hecking die Borussia immerhin noch auf den neunten Platz.

Marco Rose

Die bisher genannten Übungsleiter übernahmen alle während der Saison. Rose wurde dagegen in der Sommerpause engagiert. Nach einem knappen 1:0-Erfolg im Pokal folgten sieben Punkte in den ersten vier Spielen. Am Ende einer furiosen Saison führte der gebürtige Leipziger den Raute-Klub auf Platz vier in der Bundesliga und sicherte so den Einzug in die Champions League.

Adi Hütter

Im Vergleich zu seinen Vorgängern erwischte der Österreicher einen Stolperstart mit vier Punkten aus vier Spielen. Möglicher Grund: Hütter, der seit dem 1. Juli dieses Jahres bei Gladbach im Amt ist, musste in der Vorbereitung - ohne Nationalspieler und mit Verletzungspech - mehrere Unannehmlichkeiten bewältigen. Was man ihm allerdings zu Gute halten muss: Nur er bekam es im Vergleich mit seinen Vorgängern gleich zum Start gleich mit dem FC Bayern zu tun - und holte immerhin ein Remis heraus. Und: Hoffnung darf den Borussia-Fans machen, dass er in seinem ersten Jahr bei Eintracht Frankfurt einen ebenso schlechten Start erwischte (vier Punkte nach vier Spielen), die SGE dann aber noch in das Halbfinale der Europa League und in der Bundesliga auf Platz sieben coachte, was für die erneute Qualifikation zum Europacup ausreichte. Für Gladbach das Mindestziel in dieser Saison!

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Tom Jacob  
16.09.2021