TV-Gelder

Säule 3 der TV-Ranking-Tabelle zeigt: Nachwuchsprobleme in der Bundesliga

Die Verteilung der TV-Gelder basiert auf einem Vier-Säulen-Prinzip.
Die Verteilung der TV-Gelder basiert auf einem Vier-Säulen-Prinzip. Foto: Getty Images

Es sind nur 2 Prozent der TV Gelder in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro, die die Einsatzminuten von verbandsausgebildeten U-23-Spielern ausmachen. Und doch zeigt diese sogenannte Säule 3 ein deutliches Defizit in der 1. Bundesliga aus.

Die TV-Gelder werden basierend auf einem Vier-Säulen-Prinzip, Bestand (70 Prozent), sportliche Nachhaltigkeit (5 Prozent) und Wettbewerb (23 Prozent) aufgeteilt. Nur zwei Prozent entfallen auf Säule 3: Nachwuchs! Doch was besiegte diese? "Zwei Prozent werden nach den Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U-23-Spieler in der aktuellen Saison verteilt. Dabei werden alle Spiele einschließlich der Saison des 23. Lebensjahres berücksichtigt. Ausländische Spieler gehen ebenfalls in die Wertung ein, wenn sie bereits vor Vollendung des 18. Lebensjahres bei einem im Bereich des DFB befindlichen Klub registriert waren."

Nur Bayer in der Spitzengruppe

Für die Teams der 1. Bundesliga gibt es in diesem Bereich nicht viel zu holen. Spitzenreiter ist Greuther Fürth, die Spielvereinigung erhält dadurch 1.353.153 Euro. Mit Bayer Leverkusen folgt der einzige Bundesligist, die Werkself kassiert 1.225.248 Euro. Die Ränge drei bis sechs verteilen sich auf Holstein Kiel, 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und Jahn Regensburg.

Junge Spieler werden kaum noch gefördert

Diese Säule muss eher symbolisch betrachtet werden - und es ist ein schlechtes Zeichen für die Nachwuchsarbeit in Fußball-Deutschland, wenn fünf der ersten sechs Ränge von Zweitligisten belegt werden - ohne deren ebenfalls wichtige und wertvolle Leistung schmälern zu wollen. Doch es braucht wieder mehr Mut auf die eigene Jugend zu setzen.

Profile picture for user Christopher Michel
Christopher Michel  
28.07.2020