Angespannte Situation

S04-Boss Buchta: So geht es nach abgelehnten Tönnies-Angebot weiter

Tönnies, der alte, und Buchta, der neue Aufsichtsratschef.
Tönnies, der alte, und Buchta, der neue Aufsichtsratschef. Foto: MARTIN MEISSNER/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Schalke 04 hat sich gegen die millionenschwere Hilfe von Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies entschieden. Jens Buchte, derzeitiger Aufsichtsratschef der Königsblauen, analysiert die Situation.

Von Clemens Tönnies, der finanzielle Hilfe im zweistelligen Millionenbereich angeboten hat, wollte sich der kriselnde FC Schalke 04 nicht helfen lassen. Der 64 Jahre alte Fleischer-Magnat hatte sein Angebot an die Bedingung geknüpft, dass Vorstand und Aufsichtsrat geschlossen für sein Hilfsangebot stimmen sollten. Da zwei Mitglieder des Aufsichtsrates Medienberichten zufolge ablehnten, kam die Zusammenarbeit nicht zustande.

Verlangte Einstimmigkeit nicht vorhanden

Jens Buchta sagte in einem auf der Vereins-Homepage des FC Schalke 04 veröffentlichten Interview: "Der Vorstand ist weiter gefordert, geplante Maßnahmen sehr kurzfristig umzusetzen. Unsere Handlungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt. Wir werden ruhig und fokussiert weiterarbeiten – nur das hilft dem Klub in dieser schwierigen Situation." Der neue Boss erklärte: "Der Aufsichtsrat hat mit großer Mehrheit zugestimmt, das Angebot anzunehmen und in Gespräche einzutreten, allerdings nicht mit der von Clemens Tönnies verlangten Einstimmigkeit."

Tönnies hätte Ex-Klub gerne geholfen

Tönnies drückte indes am Donnerstag sein Bedauern über den Entschluss des FC Schalke 04 aus und erklärte der Funke-Mediengruppe: "Ich wollte sicherstellen, dass alle geschlossen hinter dem Konzept stehen, unter allen Umständen den Klassenerhalt zu sichern." Der frühere Aufsichtsratschef der Königsblauen meinte: "Ich beuge mich der Entscheidung, obwohl ich sie natürlich bedauere. Ich bleibe im Herzen immer Schalker."

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Adrian Kuehnel  
08.01.2021