Kritik an LaLiga

Rummenigge über Messis Barca-Abgang: "Ein Eigentor"

Rummenigge war lange Jahre an der Vereinsspitze des FC Bayern.
Rummenigge war lange Jahre an der Vereinsspitze des FC Bayern. Foto: Imago

Der FC Barcelona musste in diesem Sommer finanziell notgedrungen den Abgang von Lionel Messi verkünden. Um die Finanzen der Katalanen ist es alles andere als gut bestellt, um diesen Umstand weiß auch Karl-Heinz Rummenigge, Ex-Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, Bescheid.

Weil der FC Barcelona die von LaLiga gestellten Anforderungen für das Financial Fairplay nicht erfüllen konnte, musste der Klub Lionel Messi abgeben. Im Interview mit der spanischen Sportzeitung AS sagte Karl-Heinz Rummenigge dazu: "Innerhalb von nur drei Jahren hat LaLiga seine beiden Aushängeschilder verloren. Cristiano Ronaldo wechselte (von Real Madrid; Anm. d. Red.) zu Juventus Turin und jetzt Messi zu PSG. Beide hinterlassen eine Lücke in der Vermarktung, die nicht gefüllt werden kann."

1,3 Milliarden Euro Schulden? Das meint Rummenigge

Der frühere Boss des FC Bayern befand: "Jeder kann sagen, was er will, aber ich halte es für ein Eigentor, dass man gezwungen war, Messi wegen der Folgen des finanziellen Fairplays zu entlassen." Außerdem bezog Rummenigge direkt Stellung zu den Finanzen der Katalanen und meinte diesbezüglich: "Wir haben es kommen sehen. Wenn sich so viele Ausgaben anhäufen, ist es normal, dass die Konten nicht ausgeglichen sind, vor allem nach dem, was das Coronavirus für alle bedeutet hat. Der Weg, der vor uns liegt, ist hart, aber auch richtig und notwendig. Angesichts einer Verschuldung von mehr als 1,3 Milliarden Euro sind Kostensenkungen unerlässlich. Es gibt keine Alternative. Und mein guter Freund Joan Laporta (Barca-Präsident; Anm. d. Red.) weiß das auch."

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Adrian Kuehnel  
13.09.2021