Scheichklubs

Rummenigge: PSG & ManCity müssten CL "unter sich ausspielen"

ManCity und PSG träumen bisher vergeblich vom Henkelpott. Foto: Getty Images
ManCity und PSG träumen bisher vergeblich vom Henkelpott. Foto: Getty Images

Am Dienstagabend hat die Gruppenphase der neuen Champions-League-Saison begonnen. Unter den ernsthaften Titelanwärtern hat sich dabei lediglich der FC Chelsea eine Blöße gegeben. Real Madrid, Manchester City und Paris Saint-Germain fuhren Auftaktsiege ein. Die beiden Scheich-Klubs jagen dem Triumph in der Königsklasse bisher seit Jahren vergeblich hinterher. Karl-Heinz Rummenigge wundert sich.

"Eigentlich hätten in den vergangenen Jahren Paris oder Manchester City die Champions League unter sich ausspielen müssen, haben sie aber nicht", so der frühere Vorstandschef des FC Bayern gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Jeweils eine Finalteilnahme waren das höchste der Gefühle für die ultrareichen Vereine, "obwohl sie am Transfermarkt alles bewegen können, was sie bewegen wollen", wie Rummenigge betont. Stattdessen haben sich in den vergangenen Jahren oftmals Klubs mit gefestigten Mannschaften durchgesetzt, vor allem Real dominiert das Geschehen.

"Wer nachhaltigen Erfolg will, braucht Geduld"

"Madrid war in der Vorsaison nicht die beste Mannschaft. Aber sie hatten 'Cojones', wie mein Freund Carlo Ancelotti sagen würde", so Rummenigge. "Wer nachhaltigen Erfolg will, braucht jedenfalls Geduld." Dass es daran bisweilen gerade bei PSG mangelt, liegt durchaus auf der Hand. Diesen Vorwurf muss sich ManCity kaum gefallen lassen, erzwingen lässt sich Erfolg aber eben auch nicht. Nicht, dass es die staatlich finanzierten Klubs nicht probieren würden.

"Seit Neymar schüttele ich nicht mehr den Kopf"

Bei Rummenigge ruft es keine großen Emotionen mehr hervor. "Seit Neymar schüttele ich nicht mehr den Kopf. Bei seinem Transfer nach Paris 2017 für 222 Millionen Euro habe ich das zum letzten Mal gemacht. Danach habe ich es mir abgewöhnt, es bringt ja nichts", betont der einstige Weltklasse-Angreifer. Nachvollziehen kann Rummenigge deshalb zwar auch nicht jeden Deal. "Aber ich weiß ja, wie Chelsea tickt, wie Manchester City tickt und wie Paris Saint-Germain tickt. Der Satz ist in Englisch am besten ausgedrückt: The winner takes it all." Umso beachtlicher, dass der FC Bayern diesen Klubs oft genug ein Schnippchen schlägt.

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Lars Pollmann  
07.09.2022