Vor dem Duell mit Messi

Rummenigge: "Lewandowski ist der beste Profi, den ich je bei Bayern gesehen habe"

Lewandowski befindet sich seit Monaten in Überform. Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images
Lewandowski befindet sich seit Monaten in Überform. Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images

Die Partie des FC Bayern gegen den FC Barcelona im Viertelfinale der Champions League wird von vielen Medien zum Duell zwischen Robert Lewandowski und Lionel Messi stilisiert. Der Pole ist zurzeit womöglich der beste Spieler der Welt, wobei auch für den Argentinier dieser Claim nie falsch ist. Karl-Heinz Rummenigge gibt sich diplomatisch.

"Messi spielt ja nicht auf der gleichen Position wie Robert, sondern etwas weiter zurückgezogen. Ich glaube, dass wir als Mannschaft etwas mehr vom Teamgeist leben als Barcelona", so der Vorstandschef des FC Bayern gegenüber der Münchner Abendzeitung. Zwar sei Lewandowski sehr wichtig für den Rekordmeister, doch gäbe es mehr Spieler, auf die sich die Verantwortung verteilt. Bei Barca sei hingegen alles auf Messi zugeschnitten.

"Robert lebt nur für den Fußball"

Dass Rummenigge dennoch seinen Stürmer aktuell vorne sieht, liegt auf der Hand. Er verteilt das größtmögliche Lob an den 31-Jährigen. "Robert Lewandowski ist der beste Profi, den ich je bei Bayern gesehen habe. Wie er trainiert, wie er sich ernährt und seinen Körper pflegt: Robert lebt nur für den Fußball." Deshalb sei er überzeugt, so Rummenigge, dass der Star-Stürmer noch über Jahre auf absolutem Top-Niveau spielen werde. "Er ist eine Ausnahmeerscheinung, weil er physisch auf einem unglaublichen Niveau agiert."

"Versuchen, Messi die Freude zu nehmen"

Damit ähnelt Lewandowski eher Cristiano Ronaldo als Messi, dessen fußballerisches Genius wahrscheinlich unerreicht ist. Rummenigge weiß, dass die Partie gegen Barca damit steht und fällt, wie gut der FC Bayern den sechsfachen Weltfußballer in den Griff bekommt. "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann. Man muss versuchen, ihm ein bisschen die Freude am Fußball zu nehmen." Das ist freilich leichter gesagt als getan.

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Lars Pollmann  
12.08.2020