Gehaltsforderungen führten zum Wechsel zu Real

Rummenigge: Kroos-Abschied wegen Götze-Transfer

Kroos wollte verdienen wie Götze. Foto: Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images
Kroos wollte verdienen wie Götze. Foto: Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images

Toni Kroos ist einer der erfolgreichsten deutschen Legionäre der Fußball-Historie. Mit Real Madrid hat der Weltmeister alleine dreimal die Champions League gewonnen. Mit seinem Abschied vom FC Bayern hat der Mittelfeldmann offenkundig nicht viel falsch gemacht. Karl-Heinz Rummenigge erinnert sich, wie es dazu kam.

Im Jahr 2014 verließ der Greifswalder die Münchner im Alter von 24 ein Jahr vor Vertragsende für nur 25 Millionen Euro Richtung Real. "Die Ablöse ist natürlich nicht vergleichbar mit den 222 Millionen für Neymar, aber es war eine andere Zeit", sagt Rummenigge gegenüber der Bild-Zeitung. Tatsächlich war es damals die höchste Ablöse, die der FC Bayern je kassiert hatte, gleichauf mit Owen Hargreaves' Wechsel zu Manchester United. Entscheidend für den Abgang war seinerzeit der Transfer von Mario Götze ein Jahr zuvor.

"Toni wollte verdienen wie Mario"

Den Jungstar hatten die Bayern Rivale Borussia Dortmund dank einer Ausstiegsklausel weggeschnappt, der Nationalspieler gehörte unmittelbar zu den Top-Verdienern beim Rekordmeister. "Toni wollte genauso viel verdienen wie Mario. Er war ein Eigengewächs und war ein Stück darunter angesiedelt", sagt Rummenigge im Bezug auf die Gehaltsliste der Münchner. In den Verhandlungen mit Kroos und Berater Volker Struth kam dann ein Ultimatum auf den Tisch. "Entweder sind wir bereit, den gleichen Betrag auf den Tisch zu legen, oder er geht."

Rummenigge wünscht keinem Spieler "einen Scheißdreck"

Der FC Bayern entschied sich für die Trennung vom Mittelfeldmann, weil eine Verlängerung ein zu großer Kraftakt gewesen sei. Beide Seiten haben seither genügend Erfolg gehabt, um von einer nicht zwingend falschen Entscheidung zu sprechen. Hängengeblieben ist bei Rummenigge nichts. "Ich habe bei keinem Spieler, der uns verlassen hat, gedacht: 'Hoffentlich spielt der jetzt einen Scheißdreck zusammen, damit für uns kein Problem in der Öffentlichkeit entsteht'", so der Vorstandsvorsitzende der Münchner. Eines wird ihn aber doch geärgert haben: In direkten Duellen in der Champions League setzte sich Kroos mit Real Madrid 2017 und '18 zweimal durch.

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Lars Pollmann  
01.10.2020