Vorstandsboss mit Forderung

Bayern weiter ohne Fans: Rummenigge fordert "bundesweite einheitliche Lösung"

Rummenigge sieht den Beschluss der Stadt München kritisch.
Rummenigge sieht den Beschluss der Stadt München kritisch. Foto: Getty

Der FC Bayern darf mindestens bis zum 25. Oktober noch keine Zuschauer zurück in die Allianz Arena lassen. Die Stadt München hat diesen Beschluss pauschal am Freitag gefällt, ohne weitere Entwicklungen bis zum genannten Datum abzuwarten. Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge missfällt die Entscheidung der bayerischen Landeshauptstadt und hat nun eine Forderung.

In anderen Bundesliga-Städten wird eine Teil-Rückkehr der Fans bereits wieder genehmigt. Anders sieht es hingegen in München aus. Wie die Stadtvertretung am Freitag mitteilte, dürfen vor dem Hintergrund der dynamischen Corona-Infektionszahlen (der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert ist von 32,5 am Dienstag auf 42,4 gestiegen) bis mindestens zum 25. Oktober keine Zuschauer zurück in die Stadien. Neben dem FC Bayern betrifft dies auch die beiden Drittliga-Klubs TSV 1860 und Türkgücü München.

"Einheitliche Lösung nach gewissen Parametern"

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss beim deutschen Rekordmeister, sagte gegenüber der Bild zur Entscheidung der Stadt München: "In dieser Woche hatten wir eigentlich von der Stadt München den Hinweis, dass sie davon ausgehen, dass die nächsten Spiele mit Zuschauern stattfinden dürfen. Das ist durch den gestiegenen Inzidenzwert heute (am Freitag; d. Red.) wieder revidiert worden. Das ist nun mal so."

Der 65-Jährige hat deshalb nun eine Forderung: "Was wir brauchen, ist eine bundesweite einheitliche Lösung nach gewissen Parametern, die für alle gelten. Es gibt jetzt ja eine Testphase. Kurioserweise läuft die am 25. Oktober aus. Aber Bayern München hat dann nicht teilgenommen. Wir haben bis dahin kein Spiel vor Zuschauern gehabt."

"Das wird bei uns so nicht umgesetzt"

Rummenigge stört, wie er mitteilte, dass es "bei zwei Parametern unterschiedliche Interpretationen gibt, zwischen dem, was ursprünglich vorgesehen wurde im DFL-Arbeitsschutz-Konzept. Dort heißt es, dass für die Spiele Freitag, Samstag, Sonntag der RKI-Inzidenzwert Stichtag Montag herangezogen wird. Das wird bei uns so nicht umgesetzt", und weiter: "Die zweite Interpretationsproblematik betrifft den Standort: Es ist festgelegt, dass nicht nur die Stadt München, sondern auch die Anrainer-Kreise wie Fürstenfeldbruck, Dachau und der Kreis München herangezogen werden – was natürlich andere RKI-Inzidenzzahlen ergibt. In den Kreisen sind die Zahlen um einiges geringer als in der Stadt München."

Beim FC Bayern betrifft der Beschluss zwei Partien: Neben dem Champions-League-Kracher gegen Atletico Madrid (21. Oktober) findet auch das Bundesliga-Duell gegen Eintracht Frankfurt (24. Oktober) unter Ausschluss der Zuschauer statt.

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Adrian Kuehnel  
10.10.2020