Kein eigenes Interesse auf Posten im Verband

Rummenigge bleibt hart: "DFB muss ohne Flick planen"

Rummenigge denkt nicht daran, Flick zum DFB gehen zu lassen. Foto: Imago
Rummenigge denkt nicht daran, Flick zum DFB gehen zu lassen. Foto: Imago

Ginge es nur um Hansi Flick selbst, hätte der Erfolgscoach die Wahl zwischen den beiden wichtigsten Trainerposten in Deutschland. Beim FC Bayern bleiben, oder doch das DFB-Team übernehmen? Es geht aber nicht nur um den 56-Jährigen selbst. Karl-Heinz Rummenigge wiederholt das Veto des Rekordmeisters.

"Ich würde dem DFB raten, sich zusammenzuschließen und so schnell wie möglich auf den richtigen Weg zurückzukehren. Aber sie werden ohne Hansi planen müssen", so der Vorstandsvorsitzende gegenüber dem Portal The Athletic. Erfolgstrainer beim FC Bayern seien grundsätzlich längerfristig vorgesehen, so Rummenigge. Flick schätzt er dabei als einen der besten Übungsleiter der jüngeren Klubhistorie, durchaus auf einer Stufe mit Pep Guardiola und Jupp Heynckes.

"Gleiche Philosophie und Empathie wie Jupp"

Gerade zum Triple-Gewinner von 2013 sieht Rummenigge viele Parallelen bei Flick. "Hansi hat die gleiche Philosophie und Empathie wie Jupp. Ich habe ihm gesagt: 'Du könntest Jupps Bruder oder Sohn sein, such es Dir aus'", scherzt der frühere Weltklasse-Stürmer. Diese Qualitäten sind freilich auch, was Flick für das DFB-Team so interessant macht. Rummenigge sieht beim Verband aber deutlich größere Probleme als die Besetzung des Bundestrainer-Postens.

Kein Interesse an Verbandsarbeit

"Sie sind so sehr mit Politik beschäftigt, dass keinerlei Arbeit an den riesigen strukturellen Problemen vorangeht, wie etwa den Problemen bei der Nachwuchsarbeit oder in der Ausbildung von Trainern", klagt Rummenigge. Es fehle an einer professionellen Struktur, bei der auch wichtige Figuren aus der Bundesliga helfen sollen. Das mag wie eine Art Bewerbung klingen, sich selbst nimmt der am Jahresende scheidende Bayern-Boss aber aus dem Spiel. Er habe kein Interesse für einen Verband zu arbeiten, "der für jede Entscheidung Monate braucht".

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Lars Pollmann  
07.04.2021

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