Bremer Legende über seinen Landsmann

Rufer: Singh "technisch Weltklasse", körperlich mit Defiziten

Singh schnupperte beim FC Bayern zuletzt sogar Bundesliga-Luft. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Singh schnupperte beim FC Bayern zuletzt sogar Bundesliga-Luft. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Nachdem der Club dem Absturz in Liga drei denkbar knapp entgangen ist, hat die Ankunft von Dieter Hecking als Sportchef eine Aufbruchstimmung erzeugt. Zu seinen ersten Verpflichtungen beim 1.FC Nürnberg gehört die Leihe von Sarpreet Singh. Wynton Rufer kennt den Neuseeländer sehr gut.

Die Vereinslegende von Werder Bremen hat seinen Landsmann schon in jungen Jahren in seiner Fußballschule kennengelernt und dessen Werdegang intensiv verfolgt. "Technisch ist er Weltklasse!", lobt der 57-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung. Dies habe sich bereits seinerzeit angedeutet. "Sarpreet war auch schon als kleiner Junge technisch hochbegabt und konnte mit dem Ball fast alles anstellen", erinnert Rufer. Dass es den heute 21-Jährigen damit nach Europa ziehen würde, kam für ihn also wohl kaum überraschend. Der FC Bayern holte ihn 2019 zunächst für die zweite Mannschaft, parkt ihn nun beim FCN.

Schnell oder Kraftpaket? Weder noch

Allerdings macht Rufer bei Singh noch wichtige Mängel aus. "Meistens ist jeder Profi-Spieler entweder schnell oder er ist ein Kraftpaket. Sarpreet ist eigentlich keines von beiden." Langsam sei er zwar nicht, aber eben nicht pfeilschnell oder besonders robust. Ein paar Kilo Muskelmasse könnten es noch sein, meint Rufer. "Aber schon jetzt hat Sarpreet eine hohe Fußball-Intelligenz", erklärt er, warum Singh dennoch einschlagen kann. Zudem bringe er eine gute Mentalität mit. "Er ist sehr ehrgeizig und er weiß, was er will. Er ist hoch professionell und mental super-stark."

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Lars Pollmann  
15.08.2020