Köln-Kapitän absolvierte 43 Länderspiele

DFB-Rücktritt - Heldt zollt Hector Respekt: "Gradlinig und mutig"

Hector bestritt vor elf Monaten seine letzte Partie mit dem Adler auf der Brust. Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Hector bestritt vor elf Monaten seine letzte Partie mit dem Adler auf der Brust. Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Nach 43 Länderspieleinsätzen hat Jonas Hector seine Karriere im DFB-Team heimlich, still und leise beendet. Entsprechende Medienberichte hat der Verband am Donnerstag bestätigt. Horst Heldt zollt dem Kapitän des 1.FC Köln für den Schritt große Anerkennung.

"Wir haben großen Respekt für Jonas' Entscheidung. Diesen Schritt freiwillig zu gehen, zeigt wie unser Kapitän ist: gradlinig und mutig", erklärt der Sportchef in der offiziellen Mitteilung des DFB. Private Gründe bewegten Hector dazu, keine Rückkehr in den Kreis der Nationalmannschaft von Joachim Löw mehr anzustreben. Seine letzte Nominierung erhielt der 30-Jährige im November 2019. "Wir alle sind stolz darauf, dass ihn seine über Jahre hinweg konstant starken Leistungen beim FC in die Nationalmannschaft geführt haben", würdigt Heldt den Teilnehmer an der EURO 2016 und der WM 2018. 

"Nie vergessen, wo er herkommt"

Hector debütierte 2014, war anschließend rund vier Jahre Stammspieler unter Löw. "Neben all seinen sportlichen Qualitäten haben wir an ihm stets auch seinen tollen Charakter, seine Unaufgeregtheit und sein Vertrauen geschätzt", kommentiert Oliver Bierhoff für das DFB-Team den Rücktritt des gebürtigen Saarbrückers. "Er hat nie vergessen, wo er herkommt und die Werte unserer Mannschaft gelebt." Hectors Karriere gilt als Gegenentwurf zum Werdegang der meisten heutigen Nationalspieler. Der nunmehr ehemalige DFB-Linksverteidiger, der in Köln schon länger im Mittelfeld zuhause ist, entstammt keinem Nachwuchsleistungszentrum und wechselte erst mit 20 Jahren in die zweite Mannschaft der Geißböcke.

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Lars Pollmann  
15.10.2020