2. Bundesliga am Samstag

Roundup: Bochum grüßt weiter von der Spitze - Last-Minute-Erlösung für Fürth

Zoller schnürte gegen Kiel einen Doppelpack.
Zoller schnürte gegen Kiel einen Doppelpack. Foto: Imago

Der VfL Bochum behauptet die Tabellenführung in der 2. Bundesliga mit einem 2:1-Sieg über Holstein Kiel. Greuther Fürth landet einen Last-Minute-Sieg (1:0) beim 1. FC Heidenheim und der VfL Osnabrück besiegt den Karlsruher SC mit 1:0.

Zollers Doppelpack beschert Bochum den Dreier

Spitzenspiel am Samstag in der 2. Bundesliga: Der Tabellenführer VfL Bochum empfing den Vierten Holstein Kiel. Und spannend sollte es auch gleich losgehen, als in der 5. Spielminute der vermeintliche Führungstreffer für die Bochumer fiel. Zulj bediente Zoller, der den Ball zwar im Tor unterbrachte, zuvor aber klar im Abseits stand. Doch davon ließ sich der Bochumer Stürmer nicht unterkriegen. Nur eine Spielminute darauf erzielte Zoller dann den richtigen Führungstreffer für die Hausherren. Der von Zulj freigespielte Pantovic legte auf den VfL-Torjäger quer, dieser schloss erfolgreich zu seinem 13. Saisontreffer ab. Die Gäste aus Kiel taten sich derweil schwer, in die Partie zu kommen. Erst in der 22. Spielminute versuchten sich die Störche am Torabschluss. Ein Freistoß von Mühlings, der den Weg zu Lee fand, nahm Bochum-Keeper Riemann aber locker auf. Auf der Gegenseite wurde es in der 34. Spielminute durch Torschütze Zoller heiß, dessen Zuspiel Pantovic aufs Tor brachte - Gelios hielt jedoch fest. Pantovic hatte auch in der 42. Spielminute nochmal eine vielversprechende Chance, ließ allerdings auch diese liegen. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung für den VfL in die Halbzeit.

15 Minuten im zweiten Durchgang gespielt, klingelte es zum 2:0 für Bochum. Zoller eroberte sich im Strafraum mit Zulj den Ball, seinen Abschluss vollendete er zum Doppelpack. Und die Hausherren wollten sogar noch eins drauflegen. Holtmann (65.) spielte sich erst in eine gute Schusslage, sein Abschluss aus rund 20 Metern kam aber nicht gut genug aufs Tor. Kiel verpasste nur eine Minute darauf den Abschluss, nachdem Lee nach einer vielversprechenden Hereingabe in den Strafraum knapp am Ball vorbeirutschte. Doch die Bochumer ließen die Kieler noch einmal kommen - und zwar ungeschickt. Ein von Leitsch verursachter Handelfmeter wurde durch Kiels Mühling in der 81. Spielminute erfolgreich zum Anschlusstreffer verwandelt. Mehr sprang allerdings für die Gäste nicht mehr raus, konnten die Bochumer am Ende 2:1 siegen und damit die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga weiter für sich behaupten.

Last-Minute-Erlösung für Fürth

Mit Greuther Fürth gastierte am Samstag der Drittplatzierte der 2. Bundesliga beim 1. FC Heidenheim, der im Vorfeld durchaus noch hoffte, weiter Aufstiegsluft schnuppern zu dürfen. Doch dafür musste für die Hausherren am 27. Spieltag ein Sieg gegen die Franken her. Die erste Tormöglichkeit gab es allerdings für Fürth. In Person von Ernst verpasste es die Truppe von Trainer Leitl in der 2. Spielminute jedoch, einen Konter erfolgreich zu Ende zu spielen. Auf der Gegenseite wurde es erst in der 14. Spielminute brenzlig. Erst wurde Buchs Flanke doppelt abgefälscht, dann landete der Ball bei Thomalla, der die Kugel allerdings ungünstig traf, sodass Burchert nicht zu überwinden war. Für die Fürther bot sich in der 32. Spielminute derweil eine Riesenchance. Nach einer Meyerhöfer-Flanke kam der Kopfball von Green aber zu ungefährlich. Jubeln durfte fünf Minuten darauf nur kurz der 1. FC Heidenheim, denn Kleindienst stand beim Abschluss wohl im Abseits, außerdem wurde zuvor ein Handspiel geahndet. Der Pausenstand am Samstag zeigte in Heidenheim ein 0:0.

Nach dem Wiederanpfiff prüften die Fürther Heidenheims Keeper Müller (49.), wobei Nielsens Freistoßflanke keine große Herausforderung darstellte. Die Gäste setzten ihre Bemühungen gleich fort und kamen in der 54. Spielminute erneut zu einem guten Abschluss. Ein Versuch von Seguin aus gut 20 Metern verpasste nur ganz knapp das kurze Eck. Und weiter ging es in der 60. Spielminute, wieder waren es die Fürther, diesmal jedoch über Meyerhöfer, aber wieder scheiterte man an Müller. Für die Heidenheimer probierte es dafür dann Kühlwetter in der 76. Spielminute per Fernschuss, der allerdings misslang. Auf der Gegenseite, drei Minuten später, ließ Müller Greens Schuss nur abprallen, im Nachgang scheiterte dann Nielsen. Belohnen sollten sich die Fürther aber doch noch können - und zwar in der 90. Spielminute: Berggreens Kopfball konnte Müller nicht sichern, Bauers Nachschuss landete dafür über der Linie. Das war das späte 1:0, das Fürth in der Tabelle vorerst auf Tabellenplatz zwei vorschiebt.

Osnabrück holt wichtigen Sieg im Abstiegskampf

Der Tabellenfünfte bekam es mit dem Drittletzten zu tun, so lautete die Ausgangslage am Samstagmittag im Karlsruher Wildparkstadion. Der Favoritenrolle gerecht wurde der KSC zu Beginn aber nicht. Denn bereits in der 2. Spielminute verschuldeten die Hausherren einen Foulelfmeter, indem Kobald Bapoh im Strafraum umgerätschte. Den nachfolgenden Elfmeter verschoss Kerk für den VfL Osnabrück allerdings - Gersbeck hielt die Kugel fest. Der Elfer-Pechvogel wollte seine Aktion ausbügeln, wurde in der 17. Spielminute von Reis bedient, verpasste aber den Abschluss. Ansonsten wäre es eine gute Chance gewesen. Auf der anderen Seite kam der KSC in der 21. Spielminute nach einem Solo von Wanitzek zum Zug. Der Flachschuss des Mittelfeldmanns stellte aber keine sonderlich große Gefahr dar. Die Osnabrücker hätten in der 31. Spielminute nochmals in Führung gehen können. Nach einer ordentlichen Flanke von Kerk kam Santos' Kopfball aber zu unpräzise. Zum Pausenpfiff stand es somit 0:0.

Seitenwechsel und Tor in Karlsruhe - allerdings für die Gäste. Denn in der 49. Spielminute legte erst Reis auf Kerk, der dann zu Santos querlegte und der aus fünf Metern souverän abschloss. Das war die Fürhung für den VfL, der sich zwischen der 60. und 64. Spielminute gleich drei weitere Male gefährlich vor dem Tor der Karlsruher probierte. Die Abschlüsse von Kerk, Wanitzek und Kother versprachen jedoch keinen Erfolg. Den Ausgleich für den KSC ließ in der 76. Spielminute Wimmer liegen. Der Österreicher scheiterte nach einer Flanke von Amaechi und traf nur das Außennetz. Bitter, denn eine bessere Chance bot sich für die Hausherren nicht mehr und so landete Osnabrück am Samstag mit dem 1:0 einen ganz wichtigen Auswärtsdreier.

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Adrian Kuehnel  
03.04.2021

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