Bochum gegen Osnabrück nur Remis

Roundup: SVS dank Diekmeier und Eigentor mit HSV gleichauf

Diekmeier hat sich zum Torjäger entwickelt. Foto: Simon Hofmann/Getty Images
Diekmeier hat sich zum Torjäger entwickelt. Foto: Simon Hofmann/Getty Images

Zum Auftakt in den dritten Spieltag der zweiten Bundesliga hat der SV Sandhausen den FC Sankt Pauli mit 1:0 besiegt. Gleichzeitig hat der VfL Bochum gegen den VfL Osnabrück daheim ein torloses Remis erzielt.

In Sandhausen legten die Gäste aus Hamburg los wie die Feuerwehr. Bereits innerhalb der ersten fünf Minuten sammelten Daniel Kofi Kyereh, Simon Makienok und Christopher Avevor Abschlüsse. Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Hausherren vermehrt aus der Umklammerung durch die Kiezkicker befreien. Die erste sehenswerte Offensivaktion schloss Julius Biada zu unpräzise ab, zuvor hatte Kevin Behrens clever mit dem Absatz abgelegt (26.). Es war wie ein Weckruf für den SVS, der sich nach und nach ein Übergewicht erspielte. Unmittelbar vor Pausenpfiff gelang so der Führungstreffer, wenngleich eine Portion Glück dabei war. Biada legte hervorragend auf, der Abschluss von Dennis Diekmeier, seit Ende der letzten Saison plötzlich Torjäger, fand aber nur über den Umweg Daniel Buballa den Weg ins Netz (45.). Die DFL legte die Aktion als Eigentor des Hamburger Abwehrspielers aus.

Im zweiten Durchgang fiel die erste Chance wieder Diekmeier zu, der Robin Himmelmann zu einer guten Parade zwang (56.). Nach dem anschließenden Eckstoß war der Ball im Netz, der Treffer fand jedoch keine Anerkennung, weil Aleksandr Zhirov unmittelbar vor der Torerzielung mit dem Unterarm am Ball gewesen war. Nach knapp einer Stunde gab Neuzugang Guido Burgstaller sein mit Spannung erwartetes Debüt für den FC St. Pauli. Die Gäste entfachten nun mehr Druck, Kyereh vergab aber per Freistoß und Halbchance. Erst eine Direktabnahme von Sebastian Ohlsson (76.) nach einem Eckball inklusive Gewühl im Strafraum brachte die Sandhäuser Führung so richtig in Gefahr. Die Kiezkicker warfen nun mehr oder mehr nach vorn, kamen über Philipp Ziereis zu einer ordentlichen Kopfballchance, während Rodrigo Zalazar nach starker Einzelleistung nur knapp den Kasten verfehlte. Die bis dato beste Chance ließ Jannes Wieckhoff nach starker Vorbereitung von Max Dittgen und Kyereh ungenutzt. Kurz vor Anbruch der Nachspielzeit hatte Burgstaller einen ersten nennenswerten Auftritt, brachte einen Kopfball jedoch nicht auf den Kasten. In der Nachspielzeit brachte St. Pauli keinen konkreten Angriff mehr zustande, sodass die Punkte beim SVS blieben.

Bochum und Osnabrück torlos

Im Duell zwischen dem Aufstiegs-Geheimfavoriten und einer der Überraschungsmannschaften der frühen Saisonphase stand für beide Kontrahenten die Aussicht auf die Tabellenführung für zwei Nächte im Raum. So schienen beide Teams auch früh die Scheu abzulegen. Sven Köhler prüfte die Aufmerksamkeit von Manuel Riemann aus der Distanz (5.), Philipp Kühn parierte gegen eine Volley-Abnahme von Milos Pantovic (19.). Kurz darauf traf Silvere Ganvoula aus stark abseitsverdächtiger Position den Pfosten. Es blieb der letzte Aufreger einer ersten Hälfte, in der sich die Teams fortan gegenseitig neutralisierten, wobei Osnabrück in den letzten Minuten durchaus das Spielgeschehen nach vorne verlagern konnte.

Nach der Unterbrechung ging die Partie mit hoher Intensität, jedoch geringer Qualität weiter. Echte Torchancen blieben Mangelware. Den etwas zwingenderen Eindruck hinterließen jedoch weiter die Gäste aus Osnabrück. Robert Zulj meldete mit einem frechen Freistoß immerhin Offensivbemühungen für den VfL Bochum an (67.). Die Hausherren machten nun mehr Druck, Anthony Losilla kam dem Führungstreffer aus etwa 19 Metern durchaus nahe (71.). Auf Seiten von Osnabrück läuteten Marc Haider per Kopf und Maurice Multhaup mit einer scharfen Hereingabe die Schlussoffensive ein. Die letzten sieben Minuten der regulären Spielzeit mussten die Gäste jedoch in Unterzahl verbringen, der bereits verwarnte Bashkim Ajdini lief Danny Blum ungestüm in die Hacken und sah folgerichtig die Ampelkarte. Jedoch schaffte es der VfL Bochum nicht mehr, die Gäste in arge Bedrängnis zu bringen. Die Punkteteilung ging durchaus in Ordnung.

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Lars Pollmann  
02.10.2020