2. Bundesliga am Sonntag

St. Pauli feiert Sieg gegen FCN und Tabellenführung - HSV hält Anschluss an Aufstiegsplätze

Der FC St. Pauli darf auch gegen den 1. FC Nürnberg jubeln.
Der FC St. Pauli darf auch gegen den 1. FC Nürnberg jubeln. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Der FC St. Pauli holt sich am 15. Spieltag mit einem 3:2 beim 1. FC Nürnberg die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurück. Im Parallelspiel schafft es der HSV, mit einem souveränen 3:0 gegen den FC Ingolstadt den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten. Bei der Begegnung zwischen dem SC Paderborn und Hansa Rostock kommt es indes zu einem 1:1.

Nürnberg kämpft, St. Pauli darf am Ende jubeln

Da sich der SV Darmstadt 98 am Samstag mit einem 2:1 gegen Erzgebirge Aue an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga beförderte, wollte der FC St. Pauli am Sonntag die Chance nicht ungenutzt lassen, sich diese wieder zurückzuholen. Dafür brauchte es gegen den 1. FC Nürnberg aber ein Remis oder einen Sieg. Die Franken hingegen hofften, weiter vorne mit dabei zu bleiben - und den Abstand auf St. Pauli zu verringern. Im Heimspiel des Clubs gingen jedoch die Gäste in Führung. Und zwar in der 3. Spielminute ausgerechnet in Person von Ex-FCN-Angreifer Burgstaller. Der St. Pauli-Stürmer schraubte sich nach einer Flanke von Paqarada in die Luft und beförderte den Kopfball erfolgreich ins lange Eck. Sieben Minuten dauerte es, bis die Hamburger erhöhten (10.). Diesmal avancierte Burgstaller zum Vorlagengeber für Paqarada, der aus gut 16 Metern ins lange Eck traf. Dabei blieb es allerdings nicht, gelang Geis nach Vorarbeit von Krauß in der 21. Spielminute noch der Anschlusstreffer für den FCN. Mit einem 2:1 aus Sicht von St. Pauli endete der erste Durchgang.

Was ging noch für den 1. FC Nürnberg in den zweiten 45 Minuten? FCN-Cheftrainer Robert Klauß wirkte scheinbar erfolgreich auf seine Truppe in der Halbzeit ein. Denn mit Wiederanpfiff suchte der Club sofort seine Chancen. In der 48. Spielminute versuchte Krauß, Schäffler mit einem hohen Ball zu bedienen. Der FCN-Stürmer hätte nur noch einköpfen müssen, allerdings klärte Ziereis rechtzeitig zur Ecke. Ein paar Minuten später (55.) übten die Nürnberg wieder Druck aus. Diesmal über Shuranov, wobei bei dieser Aktion Irvine zur Stelle war. Nutzte der FCN vorne seine Chancen nicht, kassierte man zur Bestrafung noch ein weiteres Gegentor. Dzwigala nahm in der 64. Spielminute den Ball an der Strafraumgrenze an und schoss für Mathenia unhaltbar ins linke Ecke. Das war das 3:1 für die St. Paulianer. All zu lange dauerte es allerdings nicht, bis sich der 1. FC Nürnberg nochmal meldete. Nach einer Vorarbeit von Möller Daehli verkürzte Schäffler in der 72. Spielminute auf 2:3. Die Schlussphase wurde damit noch einmal spannend, doch die Gäste aus Hamburger wussten das Ergebnis gekonnt zu verwalten, wodurch es beim 3:2 für die St. Paulianer blieb. Die Gäste sind somit nach dem 15. Spieltag wieder an der Spitze, der FCN auf Platz sieben.

HSV lässt Ingolstadt keine Chance

Der Hamburger SV wollte auch nach dem 15. Spieltag den Anschluss an die Aufstiegsplätze halten. Das war die klare Ansage, die Cheftrainer Tim Walter seinen Spielern mit den Weg gab. Zu Gast war am Sonntagmittag der FC Ingolstadt, der auf einen Sieg hoffte, um als Tabellenschlusslicht einen Befreiungsschlag zu landen. Wenig überraschend war es jedoch der HSV, der in Führung ging. Die Rothosen spielten es in der 13. Spielminute über Kittel, der rüberlegte auf Alidou. Letzterer ließ im Anschluss Antonitsch gekonnt aussteigen und beförderte die Kugel an FCI-Keeper Buntic vorbei ins Tor. Die Hausherren übten nach ihrem Führungstreffer weiter Druck in der Offensive aus. In der 32. und 32. Spielminute probierte es zweimal Jatta, der bei seinen Abschlussversuchen allerdings am Torerfolg scheiterte. Vom Glück gekrönt war dafür seine Aktion in der 40. Spielminute. Nach einer von Glatzel ausgeführten Ecke brachte Jatta das Leder per Kopf hinter die Linie. Mit einer 2:0-Führung für den HSV ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel trat der HSV souverän auf. Die Rothosen probierten, weiter die Führung auszubauen. Wie in der 53. Spielminute lief es dabei wieder über Glatzel und Alidou. Allerdings wurde diese Szene wie eine vielversprechende Offensivaktion eine Minute darauf nicht gut genug von den Hamburgern zu Ende gespielt. Der FC Ingolstadt lauerte indes immer wieder auf seine Möglichkeiten, der HSV unterband dies jedoch gekonnt. Für ganz klare Verhältnisse hätte der HSV noch in der 70. Spielminute sorgen können. Alidou bekam den Ball in einer vielversprechenden Schussposition, schlug die Kugel aber am Tor vorbei. Die Ingolstädter versuchten zwar immer wieder, den Anschluss herzustellen, doch der HSV ließ nicht wirklich etwas Gefährliches anbrennen. Dafür gelang den Rothosen durch einen Abschluss von Wintzheimer ins lange Eck sogar noch das 3:0, bei dem es auch blieb. Der HSV schließt den 15. Spieltag damit auf Rang fünf ab, zwei Punkte hinter Jahn Regensburg, das auf einem Relegationsplatz liegt. Der FC Ingolstadt bleibt mit sechs Punkten, sechs hinter dem SV Sandhausen, Tabellenletzter der 2. Bundesliga.

Paderborn gleicht spät gegen Rostock aus

Für den SC Paderborn hätte sich am Sonntag mit einem Sieg gegen das elfplatzierte Hansa Rostock die Möglichkeit aufgetan, auf Tabellenrang drei zu springen. Allerdings gingen die Gäste aus dem Norden beinahe in Führung - und das bereits in der 1. Spielminute. Verhoeks Zuspiel fand Schumacher, der seinen Abschluss aus knapp 16 Metern aber rechts am Tor vorbeisetzte. Die Paderborner kamen derweil in der 21. Spielminute zu einer vielversprechenden Chance. Srbeny legte für Michel rüber, doch der kam zu spät zum Abschluss, sodass aus der Möglichkeit nichts wurde. Dass der SCP diese Chance ausließ, wurde sechs Minuten später bestraft (27.). Rheins Abschluss aus 18 Metern segelte nach Volleyabnahme unhaltbar ins Tor. Mit der 1:0-Führung im Rücken konnten die Rostocker in die Pause gehen.

Für die Paderborner ging es im zweiten Durchgang darum, die Partie zu drehen. Allerdings taten sich die Hausherren dabei sichtlich schwer. Bis zur 69. Spielminute gab es keine spektakulären Aktionen zu verzeichnen, ehe Michel an Rostocks Schlussmann Kolke per Fußabwehr scheiterte. Michel versuchte es kurz darauf (70.) noch einmal. Bei dieser Aktion traf der Paderborner jedoch Kolke unglücklich, wobei der Hansa-Keeper weitermachen konnte. Doch in der 85. Spielminute fiel der Ausgleichstreffer dann doch noch. Nach einem verschuldeten Handelfmeter von Rostock trat Michel an und bescherte dem SC Paderborn das 1:1. Dabei blieb es letztlich auch, die Punkte wurden damit am Sonntag in der Benteler-Arena geteilt. Der SCP steht somit auf Rang vier, Rostock weiter auf elf.

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Adrian Kuehnel  
28.11.2021