2. Bundesliga

Roundup: HSV wieder auf Erfolgsspur - Heidenheim siegt bei Torfestival

Der HSV liefert die Antwort auf die Niederlage in Fürth. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images
Der HSV liefert die Antwort auf die Niederlage in Fürth. Foto: Cathrin Mueller/Getty Images

Der HSV setzt sich am 17. Spieltag der 2. Bundesliga mit 4:2 gegen den SV Sandhausen durch. Im Parallelspiel schlägt der 1. FC Heidenheim in einer wilden Partie Jahn Regensburg mit 5:4. Das Duell zwischen dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli endet aufgrund eines verspäteten Anstoßes erst später - und zwar auf turbulente Weise mit 4:4.

HSV wieder auf der Siegerstraße

Der HSV, der zuletzt 0:1 in Fürth verlor, hatte am 17. Spieltag der 2. Bundesliga den SV Sandhausen zu Gast. Und fast wären die Hausherren bereits in der 5. Minute in Führung gegangen. Reis stürmte Richtung Sechzehner und wollte anschließend für Dompé rüberlegen. Weil Zhirov den Ball mit einer Grätsche von Dompé fernhalten konnte, verhinderte er damit den frühen Gegentreffer. Die Hamburger arbeiteten daraufhin weiter mit Druck an der Führung. Für die Bemühungen wurden die Rothosen in der 27. Minute belohnt. Dompe nahm Fahrt auf, zog in den Strafraum und bewies dort die Übersicht für Glatzel. Hamburgs Mittelstürmer schob die Kugel anschließend erfolgreich zum 1:0 hinter die Linie. Für den HSV ergab sich vor dem Pausenpfiff noch eine vielversprechende Chance. Reis spielte von links auf den Elfmeterpunkt, Kittel wollte abschließen, blieb allerdings am grätschenden Zhirov hängen. So blieb es nach 45 Minuten beim 1:0.

Das Ziel des HSV war es, die Führung zu halten - und bestenfalls zu erhöhen. Dies gelang zunächst aber nicht. Denn nach dem Seitenwechsel kamen die Sandhausener über Kutucu, der zu Soukou passte. Dieser schob freistehend vor Heuer Fernandes die Kugel zum 1:1 ins Tor. Der HSV reagierte darauf aber positiv. Denn in der 56. Minute gelang den Hausherren durch Reis der erneute Führungstreffer. Der Niederländer köpfte die Kugel erfolgreich ins Tor. Spannend ging es in Hamburger weiter. Denn dann kamen wieder die Gäste. Muheim agierte fahrig, denn sein Rückpass wurde von Kinsombi aufgeschnappt, der sich gegen Heuer Fernandes durchsetzte und in der 68. Minute das 2:2 erzielte. Es dauerte aber nur sechs Minuten, ehe es schon wieder klingelte. Diesmal durfte aber wieder der HSV jubeln. Zhirov sorgte per Eigentor für das 3:2 aus Hamburger Sicht (74.). Den Deckel machte für die Rothosen dann letztlich Glatzel drauf. Der HSV-Torjäger tanzte im Strafraum Rehnen aus und schob den Ball anschließend ins leere Tor. Beim 4:2 blieb es damit auch.

Torfestival in Heidenheim sorgt für Last-Minute-Sieg der Hausherren

In Heidenheim standen sich am Samstagmittag der 1. FC Heidenheim und Jahn Regensburg gegenüber. Jubeln durfte dabei zuerst die Gäste  - und zwar schon in der 13. Minute. Idrizi schlug eine ordentliche Flanke in den Strafraum, dort stieg Owusu hoch und köpfte das Leder zum 1:0 ins Tor. Die Antwort der Heidenheimer ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Die Hausherren reagierten auf einen Abwehrfehler der Gäste, denn Regensburgs Torhüter Kirschbaum sprang nach einer Flanke von Beste unter dem Ball hindurch. Somit konnte Kleindienst zum 1:1 einköpfen (21.). Turbulent ging es in Heidenheim weiter. Denn in der 36. Minute waren erneut die Gastgeber am Zug. Sessa bediente Adrian Beck, der zog aus 16 Metern ab und traf genau ins linke Eck zum 2:1. Das sollte es vor der Pause aber noch nicht gewesen sein. Denn die Heidenheimer erhöhten. Thomalla war es, der für Kleindienst durchsteckte, der wiederum Kirschbaum umkurvte und das 3:1 erzielte (39.). Vor dem Pfiff zur Halbzeit konnte der Jahn aber verkürzen. Faber lieferte die Vorlage für Makridis, der die Kugel perfekt in den linken Winkel knallte (45.+1).

Auch in Heidenheim gab es eine wilde zweite Hälfte. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Regensburgern nämlich, in der 55. Minute das 3:3 zu schießen. Shipnovski setzte sich im Kopfballduell durch und ließ die Gäste jubeln. Anschließend kamen die Heidenheimer wieder. Kleindienst bekam in der 76. Minute die Kugel im Strafraum, spielte zu Thomalla, der das 4:3 erzielte. Dabei blieb es aber nicht, denn bezeichnend für das Spiel ging es auf der Gegenseite in der Schlussphase turbulent her. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Yildirim und besiegelte das 4:4. In einem wahrlich aufregenden Spiel sollte es das aber noch nicht gewesen sein. Denn der letzte Treffer des Spiels fiel in der 94. Minute - für Heidenheim. Schimmer traf und markierte damit den späten Siegtreffer für sein Team.

KSC und St. Pauli liefern sich acht-Tore-Spektakel

Aufgrund einer Pyro-Aktion der KSC-Fans ging die Partie gegen den FC St. Pauli erst eine Viertelstunde später los. Die Hausherren ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen, denn der Matchplan schien aufzugehen. Bereits in der 12. Minute setzte sich Schleusener erfolgreich durch und markierte das 1:0 für den Karlsruher SC. Und nur vier Minuten später legte der KSC auch schon nach. Diesmal war es Wanitzek, der die Hausherren jubeln ließ (16.). Die Partie wurde im Anschluss erst so richtig wild. Denn dank Eggestein konnte St. Pauli in der 28. Minute verkürzen. Nur drei Minuten später kam allerdings wieder der KSC. Dank Schleusener stellten die Hausherren ihren zwei-Tore-Vorsprung wieder her (31.). Spannend blieb es aber, denn in der 35. Minute gelang Eggestein sein Doppelpack, womit er wiederum auf 3:2 verkürzte. Nur unmittelbar vor der Pause glich Smith nach einer Ecke dann sogar zum 3:3 aus (43.).

Beide Mannschaften sorgten - zumindest für neutrale Zuschauer - für ein Spektakel. Nur fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da kam Kaufmann und traf für den KSC zur erneuten Führung (50.). Auf der Gegenseite sorgte Daschner dafür in der 61. Minute für den erneuten Ausgleich. 4:4 stand es damit bereits, obwohl noch eine knappe halbe Stunde auf der Uhr war. Während es bis hierhin turbulent verlief, wurde im Anschluss etwas Spannung aus der Partie genommen. Beide Teams drängten weiter auf die Führung, doch am Ende blieb es beim 4:4.

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Adrian Kuehnel  
12.11.2022