2. Bundesliga

Roundup: Remis in Berlin - Siege für Fürth und Magdeburg

Tabakovic gedachte beim Jubel des verstorbenen Bernsteins. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Tabakovic gedachte beim Jubel des verstorbenen Bernsteins. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Hertha BSC verpasst beim ersten Spiel nach dem Tod von Präsident Kay Berstein einen Sieg: Die Berliner führen zwar zwischenzeitlich gegen Fortuna Düsseldorf, spielen am Ende aber nur 2:2. Greuther Fürth siegt derweil 1:0 beim SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg setzt sich daheim 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden durch.

Spiel im Zeichen des verstorbenen Bernsteins

Das erste Spiel nach dem überraschenden Tod von Kay Bernstein, der am 16. Januar überraschend im Alter von 43 Jahren verstarb, stand ganz im Zeichen des verstorbenen Präsidenten. Bei Hertha BSC herrscht seit Tagen Trauer, vor Anpfiff des Heimspiels gegen Fortuna Düsseldorf wurde eine einstündige Andacht gehalten, zudem gab es eine Schweigeminute. Danach dauerte es 30 Minuten, ehe die Gastgeber jubeln durften. Tabakovic schloss souverän ins rechte obere Eck ab. Danach ging der Stürmer nach außen, nahm sich ein schwarzes Aufwärmtrikot mit der Aufschrift "Wir Herthaner in tiefer Trauer" und streckte dieses in die Luft. Den Düsseldorfern gelang 14 Minuten später der zwischenzeitliche Ausgleich. Hertha bekam die Kugel nicht ordentlich verteidigt, Johannesson ließ sich die Chance nicht nehmen und zirkelte den Ball ins rechte Eck. Doch kurz darauf schlug Fortunas Keeper Kastenmeier den Ball direkt auf Scherhant, der sich für dieses Geschenk bedankte und flach ins rechte Ecke zur erneuten Führung abschloss (45.+1).

Im zweiten Durchgang ging es munter weiter. Denn nach nur drei Minuten gab es einen Elfmeter für Düsseldorf: Kempf brachte Niemiec im Strafraum zu Fall, Tzolis trat an und platzierte die Kugel erfolgreich zum 2:2 im rechten unteren Eck (50.). Nur vier Minuten später gab es dann noch einen Elfmeter für die Fortuna: Wieder foulte Kempf Niemiec. Und wieder trat Tzolis an, diesmal aber schoss er die Kugel links vorbei (56.). Die Berliner konnten aufatmen, fast hätten sie aus der vorigen Führung einen Rückstand verwandelt. Ärgerlich war es am Ende dennoch: Statt eines Sieges gab es für die Hausherren "nur" ein Remis zu verzeichnen.

Paderborn vergibt Elfmeter: Fürth siegt knapp

Im Parallelspiel empfing der SC Paderborn zum Auftakt der Rückrunde Greuther Fürth. Und die Gäste hätten eigentlich früh in Führung gehen müssen. Genauer genommen Hrgota, der in den ersten fünf Minuten zwei aussichtsreiche Chancen liegen ließ. Die Fürther fanden insgesamt gut ins Spiel und wussten sich in der 33. Minute zu belohnen. Wagner bediente Sieb, der frei vor Boevink kraftvoll abschloss und das Kleeblatt damit in Führung brachte.

Die Führung wollten die Fürther behaupten, nach Möglichkeit sogar ausbauen. Fast gelang das den Gästen in der 61. Minute: Sieb scheiterte mit einem präzisen Abschluss am starken Boevink. Etwas mehr als eine Viertelstunde später mussten die Fürther allerdings darauf hoffen, nicht den Ausgleich zu kassieren. Nachdem Grimaldi im Strafraum von Calhanoglu zu Fall gebracht worden war, gab es einen Elfmeter für die Paderborner. Der Gefoulte trat selbst an - und vergab. Urbig hielt Grimaldis Schuss, der halblinks angesetzt war (78.). Glück für Fürth, denn so blieben die drei Punkte bei ihnen.

Magdeburg trifft spät zum Sieg

Am 18. Spieltag der 2. Bundesliga standen sich am Sonntagmittag der 1. FC Magdeburg und der SV Wehen Wiesbaden gegenüber. Die Magdeburger ließen den Ball zwar im ersten Durchgang laufen, hatten aber Probleme, gegen die Wiesbadener Defensive durchzukommen. So versuchte es Atik (26.) in der ersten Hälfte mit einem souveränen Schuss aus der Distanz, doch der Ball ging um ein paar Zentimeter am Ziel vorbei.

Nach dem Seitenwechsel gingen dann beinahe die Gäste in Führung. Nach einem Fehler Reimanns rutschte Kovacevic jedoch weg, versuchte es noch im Nachsetzen - doch Reimann war zur Stelle (55.). Im Anschluss dauerte es lange, bis es wieder gefährlich wurde. Das diesmal auf der anderen Seite: Gnaka bewies die Übersicht für Ito, der die Nerven behielt und den Ball von der Unterkante der Latte ins Tor jagte (80.). Mit der Führung im Rücken waren die Hausherren für die verbleibenden sechs Minuten der regulären Spielzeit sogar noch in Überzahl. Catic sah in der 84. Minute Gelb-Rot, am Ende ließen sich die Magdeburger die drei Punkte nicht mehr nehmen.

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Adrian Kühnel  
21.01.2024