2. Bundesliga

Roundup: Jahn bewahrt weiße Weste, FCN holt ersten Sieg

Der Jahn-Höhenflug geht weiter. Foto: Imago
Der Jahn-Höhenflug geht weiter. Foto: Imago

In den Samstagsspielen der 2. Bundesliga hat Jahn Regensburg bei Holstein Kiel die weiße Weste zum Saisonstart bewahrt. Der Karlsruher SC holte beim SV Sandhausen nur ein torloses Remis, während der 1.FC Nürnberg gegen Fortuna Düsseldorf den ersten Saisonsieg einfuhr.

An der Ostsee gingen die Störche nach zwei Niederlagen und die Donaustädter nach zwei Siegen mit umgekehrten Vorzeichen in die Partie. Die Hausherren erwischten aber den besseren Start, Fabian Reese köpfte in der 9. Minute an den Querbalken. Regensburg hingegen nutzte die erste Top-Chance: Max Besuschkow ließ bei einer feinen Kombination erst durch, bekam dann von Sarpreet Singh das Zuspiel und schloss nach Annahme trocken links unten ab (20.). Kurz vor der Pause legte Benedikt Gimber per Kopf nach einer Singh-Ecke das 2:0 nach (40.).

Im zweiten Durchgang hatte Kiel mit drei frischen Kräften direkt die Gelegenheit zum Anschluss. Philipp Sander scheiterte dabei mit einem versuchten Beinschuss an Alexander Meyer (47.). Wie in der ersten Hälfte rächte sich der Fehlschuss: Reese leistete sich einen schlimmen Ballverlust gegen Konrad Faber, der brachte den Ball im Rückraum zu Gimber. Dessen Abschluss landete dank einer Abfälschung des eingewechselten Julian Korb im Netz (58.). Korb traf zwei Minuten später ins Regensburger Netz, hatte die Kugel zuvor aber auch klar mit der Hand gespielt. Die Partie war so frühzeitig entschieden, auch wenn Kiel nicht aufsteckte und zumindest das erste Saisontor erzielen wollte. Dies sollte aber nicht gelingen.

Regensburg bleibt so mit absolut weißer Weste an der Tabellenspitze, Kiel verharrt punkt- und torlos aller Voraussicht nach auf Platz 18.

Karlsruhes erster Punktverlust

Neben Regensburg ging nur der KSC mit der Idealausbeute von sechs Punkten in den 3. Spieltag. In Sandhausen übten die Gäste früh Spielkontrolle aus und erspielten sich erste Gelegenheiten über Fabio Kaufmann und Marvin Wanitzek. Mit zunehmender Spieldauer der ersten Hälfte gelang es Sandhausen aber, sich ins Spiel zu fuchsen. Erst in der Nachspielzeit brachten die Hausherren aber Unruhe in den Strafraum von Karlsruhe, ohne dass es eine konkrete Chance gewesen wäre.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete Sandhausen die Partie endgültig ausgeglichen, hatte zeitweise sogar mehr vom Spiel. Einzig die torgefährlichen Szenen blieben absolute Mangelware. So lebte das badische Duell in erster Linie von der Spannung des ausgeglichenen Spielstands. Der SVS war einem Treffer dabei gefühlt näher, KSC-Keeper Marius Gersbeck musste zumindest öfter eingreifen als sein Gegenüber. In der Nachspielzeit bot sich plötzlich Sebastian Jung eine Chance auf den Siegtreffer für Karlsruhe, er zielte aber knapp neben den Kasten. Es blieb die letzte Gelegenheit eines insgesamt eher schwachen Fußballspiels.

Sandhausen verdiente sich so den ersten Zähler der noch jungen Saison, der KSC bleibt mit Tabellenplatz zwei ein Überraschungsteam.

Nürnberg feiert ersten Sieg

Im Duell der ambitionierten Traditionsklubs legte Nürnberg druckvoller los als die Fortuna. Ein erster Abschluss von Asger Sörensen blieb aber nur eine Andeutung von großer Torgefahr (7.). Näher schon kam Felix Klaus dem Führungstor der Gäste, Christian Mathenia streckte sich beim Fernschuss des Angreifers gewaltig (20.). Manuel Schäffler hatte mit einem zu hoch angesetzten Volley bereits die letzte hochkarätigere Chance der ersten Halbzeit, in der sich Düsseldorf nach und nach Feldvorteile erspielte (25.).

In Halbzeit zwei profitierte die Fortuna beinahe früh von einem Patzer von Mathenia, Dawid Kownacki setzte einen Kopfball nach sehr scharfer Flanke von Matthias Zimmermann von rechts aber neben den Kasten (48.). Nürnberg kam insgesamt durchaus mit Energie aus der Kabine und belohnte sich für eine kurze Drangphase. Johannes Geis flankte per Freistoß, Christopher Schindler traf gekonnt mit dem Hinterkopf zur Führung (59.). Düsseldorf intensivierte anschließend die Bemühungen, große Chancen erspielte sich das Team zunächst aber nicht. Nürnberg setzte vor allem auf Konter, Dennis Borkowski hatte die erste gute Gelegenheit auf das womöglich entscheidende 2:0, auch Nikola Dovedan war davon nicht weit entfernt (81., 86.). Düsseldorf hatte erst in der Nachspielzeit eine gute Ausgleichschance, Mathenia entschärfte den kraftvollen Versuch von Jakub Piotrowski aber ohne ganz große Schwierigkeiten. Die Rheinländer warfen nun alles nach vorne, scheiterten aber immer wieder an der vielbeinigen Abwehr des FCN. Bei einem Entlastungsangriff holte Erik Shuranov sogar noch einen Strafstoß für die Hausherren heraus, den Kapitän Enrico Valentini souverän zum 2:0-Endstand verwandelte.

Die Franken schieben sich so ungeschlagen vorerst auf Platz vier, Düsseldorf rutscht nach der zweiten Niederlage in Folge auf Rang elf.

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Lars Pollmann  
14.08.2021