2. Bundesliga

Roundup: HSV patzt in Fürth - Vorsprung schmilzt

Der HSV erleidet einen Rückschlag in Fürth. Foto: Oliver Hardt/Getty Images
Der HSV erleidet einen Rückschlag in Fürth. Foto: Oliver Hardt/Getty Images

Greuther Fürth besiegt den HSV am 16. Spieltag der 2. Bundesliga mit 1:0. Im Parallelspiel schlägt der 1. FC Heidenheim den SV Sandhausen mit 4:3. Jahn Regensburg und Eintracht Braunschweig trennen sich derweil 1:1, Hansa Rostock erkämpft sich ein spätes 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg.

HSV leistet sich Ausrutscher in Fürth

Für den HSV ging es am Mittwochabend auswärts nach Fürth. Doch der Start lief ganz nach den Vorstellungen der Hausherren, die bereits in der 8. Minute in Führung gingen. Nach einer Flanke verlängerte Asta die Kugel für Sieb, der die Kugel mit links über die Linie grätschte. Die Rothosen kamen derweil in der 16. Minute über Glatzel. Der Mittelstürmer der Hanseaten bediente Kittel, der jedoch an Lindes Abwehr scheiterte. Glatzel hatte den HSV gut zehn Minuten später (25.) zum Ausgleich geköpft. Doch weil er im Abseits stand, zählte der Treffer berechtigterweise nicht. Für die Fürther bot sich indes noch in der 36. Minute eine vielversprechende Chance. Siebs ordentliche Flanke erreichte am zweiten Pfosten Hrgota, der das Leder jedoch nicht sauber traf. Dadurch blieb es zum Pausenpfiff beim 1:0.

Der HSV lief mit Beginn des zweiten Durchgangs weiter dem Rückstand hinterher. Und es waren die Hausherren, die weiter gefährlich agierten. In der 55. Minute hätten die Rothosen beinahe einen erneuten Gegentreffer hinnehmen müssen. Sieb tauchte frei vor Heuer Fernandes auf, scheiterte aber an den herausragenden Reflexen des Hamburger Schlussmanns. Die Fürther übten im Anschluss weiter Druck aus. Hrgota setzte sich in der 60. Minute durch, spielte auf Sieb, der allerdings nur das Außennetz draf. Der Ausbau der Führung war in der Luft, denn nur zwei Minuten später tauchte wieder Sieb vor Heuer Fernandes auf - und wieder war der HSV-Keeper zur Stelle. Die Gastgeber ließen in der 87. Minute noch eine Großchance liegen, diesmal flankte Haddadi auf Jung, der jedoch noch einmal ablegte - und damit die Chance zunichte machte. Eine Minute später flog bei den Fürthern Tillmann vom Platz (88.). Weil er Amaechi umgrätschte, um einen Konter zu verhindern, sah er die Rote Karte. Mit einem 1:0 auf der Anzeigetafel wurde abgepfiffen. Damit besitzt der HSV am zweiten Tabellenplatz nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz beziehungsweise vier auf den vierten Rang.

Sandhausen und Heidenheim liefern sich Tor-Festival

Der SV Sandhausen hatte am 16. Spieltag der 2. Bundesliga den 1. FC Heidenheim zu Gast. Doch für die erste gefährliche Möglichkeit sorgten die Gäste. In der 14. Minute konnte Sandhausen von Glück sprechen, dass Kleindienst die Kugel nur knapp neben das Gehäuse köpfte. Auf der Gegenseite kamen die Hausherren in der 22. Minute zu einer vielversprechenden Chance. Kinsombi zog ab, traf mit seinem Abschluss aber nur den Außenpfosten. In Führung gingen dafür die Heidenheimer - und zwar neun Minuten später. Beste trat zur Ecke an und fand Siersleben, der per Kopfball zum 1:0 traf (31.). Dem FCH gelang es sogar, die Führung vor der Halbzeit auszubauen. Kleindienst nahm Buschs Flanke gut an, scheiterte erst noch an Dumics Abwehr, ehe er die Kugel im linken oberen Eck unterbrachte (40.).

Richtig spannend wurde es nach dem Seitenwechsel. Die Heidenheimer bauten ihre Führung nämlich in der 48. Minute aus. Kühlwetters Abschluss landete zum 3:0 im Netz. Doch nur zwei Minuten darauf gelang dem SVS das 1:3. Die Hausherren kamen über Esswein, der den Ball in den Rückraum brachte. Dort lauerte Soukou und hatte mit seinem Abschluss Erfolg. Im Anschluss wurde es kurz ruhiger, ehe die Heidenheimer in der 68. Minute vermeintlich durch Beste erhöhten. Weil Vorlagengeber Kleindienst im Abseits stand, zählte das Tor aber nicht. Das änderte jedoch nichts daran, dass die Heidenheimer nochmal jubeln durften. In der 73. Minute bediente Maloney Sessa, der mit rechts das 4:1 markierte. Wiederum nur drei Minuten darauf spielten Esswein und Kinsombi einen Doppelpack, worauf Kinsombi abzog und auf 2:4 verkürzte (76.). Jetzt wurde es nochmal richtig brisant, denn in der 80. Minute klingelte es schon wieder. Kinsombi legte beim Freistoß rüber auf Esswein, der flach ins lange Eck abzog und das 3:4 erzielte. Danach hatte das Tor-Festival ein Ende.

Regensburg und Braunschweig teilen sich die Punkte

In Regensburg duellierten sich der Jahn und Eintracht Braunschweig. Und früh in der Partie ging es turbulent los. Denn die Gastgeber erzielten die frühe Führung. Mees schloss in der 11. Minute ab, sein Abschluss flog vom rechten Pfosten an Hoffmanns Rücken. Makridis erkannte die Chance goldrichtig und staubte erfolgreich zum 1:0 ab. Davon ließen sich die Braunschweiger aber keineswegs beirren, denn nur vier Minuten später gelang ihnen der Ausgleich. Krauße steckte durch für Lauerbach, der die Kugel zum 1:1 an Kirschbaum vorbeischob. Die Gäste hatten im ersten Durchgang daneben noch eine ordentliche Möglichkeit. Multhaup flankte unmittelbar vor dem Pausenpfiff (45.+1) auf Lauerbach, der das Leder aus vollem Lauf nahm - aber drüberzielte.

Remis stand es zur Halbzeit, doch beide Teams verfolgten mit Beginn der zweiten Hälfte das Ziel, in Führung zu gehen. Den Regensburgern gelang dies vermeintlich in der 65. Minute. Thalhammers Zuspiel erreichte mit Albers, der den Ball über die Linie beförderte. Nach VAR-Check wurde das Tor zurückgenommen, denn Thalhammer stand im Abseits. Die Hausherren drückten weiter auf den Führungstreffer. In der 79. Minute klappte es beinahe, doch Shipnoski musste sich aufgrund einer starken Parade gegen Hoffmann geschlagen geben. So endete es am Mittwochabend 1:1

Rostock jubelt gegen Nürnberg spät und nimmt Punkt mit

Hansa Rostock gegen den 1. FC Nürnberg lautete das Duell am 16. Spieltag. Die Gäste aus Franken hatten eine lange Auswärtsreise anzutreten, konnten sich dafür aber auch früh belohnen. Tempelmann setzte sich auf rechts durch, bewies die Übersicht für Scherff, der wiederum aus 18 Metern erfolgreich zum 1:0 abschloss (5.). Bei den Hausherren dauerte es derweil bis zur 30. Minute, ehe sich mal eine gute Chance bot. Weil Gyamerah unsauber vor Ingelssons Füße klärte und die Kugel letztlich bei Dressel landete, konnten die Rostocker abschließen - allerdings nur übers Tor. Der FCN kam dafür nochmal in der 43. Minute. Schindler brachte den Ball aufs Tor, Kolke lenkte über die Latte. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs sah Rostocks Vereinsarzt Bartel nach einer Rangelei die Rote Karte. Mit 1:0 für Nürnberg ging es in die Pause.

Die Gäste wollten ihre Führung unbedingt ausbauen beziehungsweise über die Zeit retten. 45 Minuten waren noch zu spielen, wobei es bis zur 60. Minute dauerte, ehe es mal wieder gefährlich wurde. Roßbach kam frei zum Kopfball, doch Mathenia war zur Stelle. Nur eine Minute später kamen die Hausherren schon wieder. Diesmal über Verhoek, der knapp links am Tor vorbeiköpfte. Im zweiten Durchgang waren es die Rostocker, die deutlich drückender agierten und am Tor arbeiteten. So probierte es in der 87. Minute noch einmal  Verhoek mit seinem Kopf, doch diesmal flog das Leder knapp rechts am Tor vorbei. Am Ende blieb es beim 1:0 aus Sicht des FCN. Die Nachspielzeit war in Rostock bereits angebrochen, dann kam nochmal Hansa. Valentini klärte einen Einwurf direkt vor Frölings Füße, der einfach aus 16 Metern abzog - und die Kugel ins linke obere Eck schweißte. Das war der späte Ausgleich zum 1:1, der zugleich den Endstand markierte.

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Adrian Kuehnel  
09.11.2022