Der Freitag in Liga zwei

Roundup: Fortuna mit doppeltem Comeback im Verfolgerduell

Fürth war beim Verfolgerduell in Düsseldorf zu Gast. Foto: Imago
Fürth war beim Verfolgerduell in Düsseldorf zu Gast. Foto: Imago

Zum Auftakt in den letzten Spieltag der Hinrunde in Liga zwei hat Fortuna Düsseldorf gegen die SpVgg Greuther Fürth nach wildem Ritt einen Punkt geholt. Im Parallelspiel bezwang Erzgebirge Aue den VfL Osnabrück.

Beim Verfolgerduell in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erwischte die formstarke Fortuna den dominanteren Start, wobei Torchancen zunächst Mangelware blieben. Das Kleeblatt befreite sich nach und nach, erzielte in einer stärkeren Phase aber aus der Umschaltbewegung das Führungstor. Julian Green schickte David Raum auf der linken Seite, der künftige Hoffenheimer spielte eine scharfe Hereingabe in den Strafraum. Dort lenkte Andre Hoffmann das Kunstleder unglücklich ins eigene Tor ab (26.). Die Franken legten schnell nach: diesmal ging es über rechts, Branimir Hrgota flankte in die Mitte zu Green. Der blieb gegen den indisponierten Matthias Zimmermann stabil und hatte dann gegen Florian Kastenmeier keine Probleme beim Abschluss (29.).

Nach diesem Doppelschlag schüttelte sich Düsseldorf kurz, kam anschließend schnell zum Anschlusstreffer. Dabei hebelte ein simpler langer Ball die Defensive von Fürth aus, Rouwen Hennings verlängerte zum durchstartenden Kenan Karaman. Der hatte viel grüne Wiese vor sich, bewahrte aber die Ruhe und schloss aus spitzem Winkel zum 1:2 ab (35.). Torhüter Sascha Burchert machte dabei nicht die beste Figur. Bis zum Pausenpfiff folgten keine gefährlichen Szenen in den Strafräumen mehr, die Hausherren zeigten aber durchaus den Willen, die jeweils unglücklich entstandenen Gegentreffer vollends zu reparieren.

Nach dem Seitenwechsel ließ der Ausgleich dann auch nicht lange auf sich warten. Eine Flanke von Zimmermann segelte durch den Strafraum, der unbewachte Kristoffer Peterson, während der ersten Halbzeit eingewechselt, nahm den Ball direkt und ließ das Netz zappeln (49.). Fortuna wollte schnell nachlegen, wurde aber defensiv kalt erwischt. Hrgota steckte für Marco Meyerhöfer durch, der kratzte das Kunstleder noch von der Torauslinie und spielte in den Rückraum vor dem Tor. Dort erreichte er Sebastian Ernst, der die neuerliche Führung für Fürth erzielte (53.). Dieses bahnbrechende Tempo hielten die Teams nicht aufrecht, wohl aber blieb es ein ansehnlicher Schlagabtausch der beiden Offensivreihen. 

Dabei machten die Gäste den gefährlicheren Eindruck, zwangen Hoffmann beinahe in ein zweites Eigentor (65.). Uwe Rösler reagierte mit einem Dreifachwechsel auf die Stärkephase des Kleeblatts, Stefan Leitl antwortete umgehend mit einem doppelten Tausch. Mit so viel Frische auf dem Platz ging es in die Schlussphase, der es aber dementsprechend etwas am Spielfluss mangelte. So musste ein Standard herhalten: Der erstaunlich früh mit nach vorn geeilte Kastenmeier untersprang eine Ecke von rechts, die Kevin Danso druckvoll über die Linie köpfte (83.). Fortuna witterte nun das endgültige Comeback, Marcel Sobottka jagte die Top-Chance nach feinem Angriff und guter Vorlage von Karaman jedoch in den Nachthimmel (90.). In der dreiminütigen Nachspielzeit passierte nichts mehr.

Osnabrück zu harmlos für Aue

Das Parallelspiel an der Bremer Brücke war ein tabellarisches Nachbarschaftsduell des VfL Osnabrück und von Erzgebirge Aue. Dabei machten die Gäste von Beginn an den zielstrebigeren Eindruck und kamen auch innerhalb der ersten Viertelstunde zum Erfolg. Dabei ebnete eine punktgenaue Flanke von Dimitrij Nazarov an den langen Pfosten den Weg. John-Patrick Strauß vollendete per Flugkopfball knapp oberhalb der Grasnarbe (13.). Danach brachten beide Teams offensiv nur Stückwerk zustande, auf eine erste echte Torchance wartete Osnabrück vor dem Seitenwechsel vergeblich. Aue machte den etwas druckvolleren Eindruck, kam einem zweiten Treffer aber auch nicht nahe.

Im zweiten Durchgang kamen die Hausherren mit mehr Offensivgeist aus der Kabine, erspielten sich etwa früh mehrere Ecken. Etienne Amenyido brachte dann auch den ersten wirklichen Abschluss aufs Tor, der Martin Männel allerdings nicht ins Schwitzen brachte (54.). Erzgebirge Aue kam per direktem Freistoß von Jan Hochscheidt deutlich näher, allerdings stand die Torumrandung im Weg (57.). Dabei hatte Osnabrück-Keeper Philipp Kühn auch Glück, dass er den Rückpraller nicht mit der Wade ins eigene Tor bugsierte. Ein großes Feuerwerk läutete die spektakuläre Szene aber nicht ein. Bis in die tiefe Schlussphase hinein passierte reichlich wenig. Kurz vor Abpfiff hatte der VfL aber doch die goldene Chance. Eine Flanke von Marc Heider kam scharf auf den Kopf von Luc Ihorst, der so nicht mehr genau zielen konnte und dessen Abschluss nur den Außenpfosten touchierte (89.). Ihorst sah nach Abbruch der Nachspielzeit glatt Rot, womöglich für eine Beleidigung gegen Strauß. Eine weitere Ausgleichchance gab es nicht mehr.

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Lars Pollmann  
22.01.2021